Corona-Schutzmaßnahmen – wie bereiten sich die Schulen vor?

Ein Luftfilter steht in einem Klassenzimmer

Corona-Schutzmaßnahmen – wie bereiten sich die Schulen vor?

Von Antje Schmidt

In zwei Wochen fängt die Schule wieder an. Nach Schulschließungen, Distanz- und Wechselunterricht soll der Unterricht dann wieder in Präsenz stattfinden. Beispiel: Aachen.

Die 37 Aachener Grundschulen sollen bis Ferienende mit 280 mobilen Luftfiltern ausgerüstet werden, sagt die Stadtverwaltung. Geplant ist, die Geräte zunächst in den Räumen der Klassen 1 und 2 aufzustellen. Die jüngeren Kinder hätten noch nicht so viel Erfahrung mit den Masken, sie müssten zuerst besser geschützt werden. Neben Förderungen des Bundes beteiligt sich die Stadt Aachen mit ca. 1 Mio Euro an den Kosten. In den kommenden Jahren will die Verwaltung nach und nach alle Schulen mit fest eingebauten Luftreinigungsanlagen ausstatten.

Kommen die mobilen Luftfilter pünktlich zum Schulstart?

Das ist aber noch nicht sicher. Die Stadt Aachen will die Geräte jetzt mit einer Frist von zehn Tagen ausschreiben. Man könne noch nicht sagen, welcher Hersteller wann in der Lage sei zu liefern, heißt es. Wahrscheinlich werde aber nicht jede Grundschule zum Schulstart  am 18. August mit Luftfiltern versorgt werden können.

Zu spät reagiert habe man nicht, da sind sich Politik und Verwaltung einig. Lange sei umstritten gewesen, ob mobile Luftfilter wirksam genug sind. Zudem hätten Bund und Land die Fördermittel erst spät bereit gestellt. Nun gebe es die Gelder, und es sei erwiesen, dass die Geräte als zusätzliche Maßnahme in Klassenzimmern sinnvoll seien.

Hygienekonzepte bleiben

Auch im neuen Schuljahr müssen die Schülerinnen und Schüler vorerst weiterhin Maske tragen und Abstand halten. Die Testpflicht bleibt ebenfalls bestehen. D. h. zweimal die Woche Lolli-Tests an Grundschulen und tägliche Schnelltests an den weiterführenden Schulen. Auch dort, wo demnächst mobile Luftfilter stehen, muss noch gelüftet werden, aber nicht mehr so oft.

Stand: 05.08.2021, 15:34