Corona-Fälle: Schulen schicken Schüler wieder nach Hause

Blick in ein leeres Klassenzimmer

Corona-Fälle: Schulen schicken Schüler wieder nach Hause

  • Corona-Verdachtsfälle an zwei Schulen
  • Schüler müssen wieder zu Hause bleiben
  • Landesregierung: Gesundheitsämter vor Ort entscheiden

Nur wenige Tage nach der Wiedereröffnung haben zwei Schulen in NRW ihre Schüler wieder nach Hause geschickt. Grund sind Corona-Verdachtsfälle. Betroffen sind eine Gesamtschule in Duisburg sowie ein Gymnasium in Dormagen.

Von der Landesregierung gibt es keine einheitlichen Vorgaben, wie sich Schulen in solchen Fällen zu verhalten haben. "Sollten im Einzelfall Corona-Erkrankungen einzelner Lehrkräfte, Schülerinnen oder Schüler bekannt werden, so obliegt der weitere Umgang damit den vor Ort jeweils zuständigen Gesundheits- und Ordnungsbehörden", sagte Schulstaatssekretär Mathias Richter am Dienstag (28.04.2020).

Digitaler Unterricht für Dormagener Abiturienten

Die Abiturienten des Norbert-Gymnasiums in Dormagen-Knechtsteden werden derzeit wieder digital unterrichtet. Die Mutter eines Schülers sei am Freitag positiv getestet worden, der Schüler selbst allerdings nicht, erklärte ein Sprecher des Rhein-Kreises Neuss.

Trotzdem hat sich die Schulleitung entschieden, als reine Vorsichtsmaßnahme den Präsenzunterricht für die Abiturienten auszusetzen. An festen Terminen sind stattdessen jetzt digitale Vorbereitungseinheiten geplant, ebenso Lehrersprechstunden für individuelle Fragen.

Wann die Schule wieder für die Abiturienten geöffnet wird, ist noch unklar. Für die Notbetreuung ist das Schulgebäude jedoch weiterhin offen.

Individuelle Entscheidungen bei Corona-Fällen

Für den Fall, dass in der aktuellen Prüfungsvorbereitung ein Corona-Fall an einer Schule auftritt, gibt es nach Angaben des Rhein-Kreises Neuss keine Verhaltensvorgaben des Landes. Vielmehr werde man sich nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts richten, so ein Sprecher, etwa Kontakte von möglichen Verdachtsfällen zu ermitteln und mögliche Infektionsketten durch Quarantäne zu unterbrechen.

Duisburger Schule schließt Kontaktpersonen aus

An der Aletta-Haniel-Gesamtschule in Duisburg ist der Unterricht am Montag wegen des Verdachtsfalls für die gesamte 10. Klasse ausgefallen. Alle Kontaktpersonen seien mittlerweile ermittelt und informiert worden, teilte die Schule mit. Diese sollten auch am Dienstag nicht in die Schule kommen.

Für die übrigen Schüler der Jahrgangsstufe zehn soll der Unterricht dagegen wieder normal aufgenommen werden. Schulleitung und das Gesundheitsamt der Stadt wollen jetzt das Testergebnis des Verdachtsfalls abwarten und dann zeitnah entscheiden, wie es an der Schule weitergeht.

"Sollte es an anderen Schulen Verdachtsfälle geben, wird - wie auch in der Vergangenheit - individuell über das weitere Verfahren entschieden", erklärte eine Sprecherin der Stadt Duisburg.

Schulen treffen Vorbereitungen

WDR 5 KiRaKa ohne Download 20.04.2020 00:49 Min. Verfügbar bis 20.04.2021 WDR 5

Stand: 28.04.2020, 15:25