Neue Fälle des mutierten Coronavirus im Kreis Düren

Grafische Darstellung: Coronavirus, davor in Buchstabenwürfeln das Wort "MUTATION"

Neue Fälle des mutierten Coronavirus im Kreis Düren

Von Helmut Janßen

Neue Fälle des mutierten Coronavirus bereiten den Behörden im Kreis Düren derzeit große Sorge. Mittlerweile sind 66 nachgewiesene Fälle der sogenannten britischen Mutante registriert worden.

"Die Verbreitung des mutierten Corona-Virus bereitet uns erhebliche Sorge". Das sagte am Abend in einer Videobotschaft der Dürener Landrat Wolfgang Spelthahn. Um eine weitere Verbreitung einzudämmen, müsse man sehr vorsichtig sein.

Neue Schutzmaßnahmen

Deshalb führt der Kreis Düren ab Donnerstag ergänzende Schutzmaßnahmen ein, die für das gesamte Kreisgebiet gelten. So soll der Mindestabstand in Innenräumen mindestens zwei Meter betragen. Haushaltsangehörige von Infizierten müssen demnach für 14 Tage in Quarantäne. Eine Frei-Testung nach 10 Tagen ist nicht möglich. Wer länger als fünf Minuten Kontakt zu einem Infizierten hatte und dabei weniger als 1,5 Meter Abstand gehalten hat, gilt als Kontaktperson 1. Grades.

Alkoholverbot an Karneval

Für die Karnevalstage herrscht ein Alkoholverbot in Innenstädten, Ortskernen und an Orten, bei denen es erwartungsgemäß regelmäßig zu Ansammlungen von Menschen kommt. Das ist insbesondere dort der Fall, wo nach der Corona-Schutzverordnung im öffentlichen Raum eine Maskenpflicht herrscht.

"Wir müssen das mutierte Virus sehr ernst nehmen", betonte Gesundheitsamtsleiter Dr. Norbert Schnitzler angesichts der ergänzenden Regeln. Nach allem, was bislang bekannt ist, sei es deutlich ansteckender.

Landrat Wolfgang Spelthahn appellierte, sich unbedingt an die Vorsichtsmaßnahmen zu halten, um die derzeit günstige Entwicklung sinkender Fallzahlen nicht zu gefährden. "Wir wollen so schnell wie möglich unter einen Inzidenzwert von mindestens 50."

Stand: 04.02.2021, 11:33

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