Corona-Antikörperstudie in der Städteregion Aachen

Corona-Antikörperstudie in der Städteregion Aachen

Corona-Antikörperstudie in der Städteregion Aachen

Von Britta Kuck

Das Helmholtz-Institut für Infektionsforschung hat in der Städteregion Aachen eine freiwillige Corona-Antikörperstudie gestartet.

Bis zu 3000 Männer und Frauen aus Aachen, Stolberg, Herzogenrath, Eschweiler und Würselen sind per Zufallsprinzip ausgewählt worden. Jede ausgewählte Person kann selbst entscheiden, ob sie an der Studie teilnimmt. Vom 9. September an wird in Aachen gestestet, ob Covid-19-Antikörper in ihrem Blut nachweisbar sind. Außerdem sollen die Probanden Fragebögen ausfüllen.

Infektionsrate ermitteln

Anlass der Studie des Helmholtz-Instituts für Infektionsforschung (HZI) ist, dass einige Corona-Erkrankungen mit untypischen oder sehr milden Symptomen verlaufen, so dass Betroffene manchmal selbst nicht wissen, dass sie erkrankt waren. Das bedeutet, dass in der Städteregion Aachen wie auch in ganz Deutschland viele Covid-19-Infektionen nicht erfasst sind. Forschern können deshalb die Durchseuchungsrate nicht richtig einzuschätzen, also wieviel Prozent der Bevölkerung bereits infiziert sind.

Corona-Antikörperstudie in der Städteregion Aachen

00:28 Min. Verfügbar bis 08.09.2021


Dunkelziffer soll aufgedeckt werden

Die Städteregion Aachen hatte sich als Testregion beworben. Von der Studie erhofft man sich Aufschluss darüber, "wie viele Corona-Fälle es hier wirklich gibt", sagt Städteregionsrat Tim Grüttemeier.

Corona-Antikörperstudie in der Städteregion Aachen

Die Studie soll letztlich klären, welche Personengruppen zuerst gegen Covid-19 geimpft werden sollten, sobald es einen Impfstoff gibt. Und auch wer überhaupt die Impfung bekommen sollte und bei wem der mögliche Nachteil einer Impfung den Vorteil überwiegt, soll die Studie herausstellen. Bislang wurden schon Probanden in Freiburg und in Reutlingen getestet. Die Studie dauert etwa ein Jahr.

Stand: 08.09.2020, 10:51

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