Kölner Containerdorf für Bundespolizei zieht sich

Kölner Polizeiwagen stehen auf dem Breslauer Platz am Hauptbahnhof

Kölner Containerdorf für Bundespolizei zieht sich

  • Container-Wache ist zeitlich begrenzt
  • Alte Wache zu klein
  • Ausschreibung läuft

Die Pläne, hinter dem Hauptbahnhof ein Containerdorf für die Bundespolizei zu bauen, ziehen sich hin. Die Behörde will auf dem Breslauer Platz Behelfscontainer als Ersatzwache aufstellen.

Es sollen insgesamt 28 Container als provisorische Wache installiert werden. Darunter sind dann zum Beispiel auch ein kleiner Zellentrakt und Hundezwinger. Das Projekt befindet sich zur Zeit noch in der Ausschreibung, heißt es von der Bundespolizei. Es müssten Angebote eingeholt werden. Die Container müssen besondere Schutzklassen erfüllen. Das alles kann noch mehrere Monate in Anspruch nehmen, so eine vorsichtige Schätzung der Bundespolizei. 

Wache zwischen Würstchenbude und Kreisverkehr

Grüne Container der Bundespolizei auf Kölner Boden vor einer Kirche

Container als Ersatzwache

Die mobile Wache soll aber nur eine Übergangslösung sein. Die Container sollen nach jetziger Planung auf dem Breslauer Platz zwischen einem Imbiss und dem Kreisverkehr aufgestellt werden. Nach Angaben einer Sprecherin wird das Container-Ensemble den modernsten Ansprüchen genügen und auch gleichzeitig gut aussehen. Die Bundespolizei will langfristig in Räume innerhalb des Bahnhofs umziehen.

Ende dieses Jahres wird eine Buchhandlung aus dem Bahnhof ausziehen. In diese Räume soll dann die Bundespolizei nach aufwändigen Umbauarbeiten Quartier beziehen. Ein Datum dafür nennt die Bundespolizei aber nicht

Randale in alter Wache 

Die Beamten der Bundespolizei mussten ihre jahrelang genutzte Wache im Hauptbahnhof vor fast zwei Jahren räumen. Damals hatte ein Mann randaliert und die Sprinkleranlage zum Teil ausgelöst. Dadurch setzte er einige Räume unter Wasser. Für die Sanierung wurden Container vor dem Hauptbahnhof auf der Domseite aufgestellt. Die Behörde entschied daraufhin, dass die alte Wache ohnehin zu klein sei und eine neue Lösung gefunden werden müsse. 



Stand: 16.04.2019, 09:12