Trotz Trockenheit: Chemiepark darf weiter viel Grundwasser abpumpen

Das Werk der Bayer AG im Chemiepark in Leverkusen. Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer will in Deutschland 4500 Stellen abbauen.

Trotz Trockenheit: Chemiepark darf weiter viel Grundwasser abpumpen

Trotz Trockenheit müssen Unternehmen im Leverkusener Chemiepark nicht am Verbrauch riesiger Grundwassermengen sparen. Das sagt die Bezirksregierung in Köln. Der BUND fordert, den Verbrauch zu senken.

Der Chemiepark Leverkusen darf weiterhin bis zu 100 Milliarden Liter Grundwasser in Köln und Leverkusen pro Jahr abpumpen. Nach Ansicht der Bezirksregierung besteht trotz anhaltender Trockenheit und Hitze keine Notwendigkeit den Grundwasserverbrauch des Chemieparks zu verringern.

BUND fordert, weniger Grundwasser zu verbrauchen

Die Umweltorganisation BUND wirft dem Betreiber des Chemieparks vor, mit dem Abpumpen riesiger Wassermengen aus dem Boden die Umwelt und die Trinkwasserversorgung zu gefährden. Der BUND fordert Currenta auf, mehr Wasser zu sparen.

Chemiepark: Wassermenge wird gebraucht

Der Chemieparkbetreiber weist diese Vorwürfe zurück. Ohne Zugang zu großen Wasservorräten wäre die Wettbewerbsfähigkeit der Chemieunternehmen in Leverkusen gefährdet. Laut Currenta wurde der Wasserverbrauch des Chemieparks in den vergangenen 30 Jahren um etwa ein Fünftel gesenkt.

Stand: 12.08.2020, 07:24