Zentrale Anlaufstelle der Caritas für Geflüchtete aus der Ukraine am Münchener Hauptbahnhof. Auf einem Schild in den ukrainischen Nationalfarben steht: Welcome.

Kölner Erzbistum stellt 1,4 Millionen Euro für Flüchtlingshilfe zur Verfügung

Stand: 01.05.2022, 13:12 Uhr

Die Flüchtlingshilfe im Erzbistum weitet ihre Beratungs- und Hilfsangebote für geflüchtete Menschen aus der Ukraine aus. Insgesamt stellt das Erzbistum Köln der Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfe Aktion Neue Nachbarn für das Jahr 2022 weitere 1,4 Millionen Euro zur Verfügung.

Mit dem Geld sollen unter anderem 20 neue Stellen in katholischen Migrationsdiensten und psychosozialen Beratungsstellen geschaffen werden.

„Tag für Tag erleben wir, welche dramatischen Folgen der Krieg in der Ukraine für die Menschen hat. Für Hunderte aus der Ukraine geflüchtete Menschen konnte mit Hilfe der Aktion Neue Nachbarn bereits eine Bleibe im Erzbistum Köln gefunden werden“, sagt Dr. Frank Johannes Hensel, Kölner Diözesan-Caritasdirektor und Leiter der Aktion Neue Nachbarn. Ein weiterer Teil des Geldes werde in Sprachkurse, Eltern-Kind-Angebote und Fortbildungen für Ehrenamtliche investiert.

Die Aktion Neue Nachbarn wurde 2014 im Zuge des Syrien-Krieges gegründet. Aktuell engagieren sich hier ehrenamtlich mehr als 10.000 Menschen. Unterstützt werden sie von den 13 Fachdiensten für Integration und Migration der Caritasverbände.

Besonders gestiegen ist in den vergangenen Wochen laut Caritasverband die Nachfrage nach Sprachkursen und Eltern-Kind-Angeboten. Vom zuständigen pädagogischen Personal sei dies kaum noch zu bewältigen. Das Bildungswerk rechne deshalb für das zweite Quartal mit einer Verdoppelung des aktuell schon geplanten Angebots von 164 Kursen.