Berührungslose Weihwasserspender in der Städteregion Aachen

Eine graue Stele mit Glasbehälter und der Aufschrift "Weihwasser".

Berührungslose Weihwasserspender in der Städteregion Aachen

Wegen der Corona-Ansteckungsgefahr sind die Weihwasserbecken in den katholischen Kirchen seit Monaten leer. Die Caritas-Werkstätten der Städteregion Aachen haben jetzt einen berührungslosen Spender entwickelt.

Die etwa 1,60 m hohe Stele aus Blaustein kann ganz einfach in den Eingangsbereich von Kirchen gestellt werden. Sie enthält einen Wasserspeicher, Sensoren und auch Beleuchtung. Halten Gläubige eine Hand in eine Aussparung, wird ein kleiner Tropfenstrahl ausgelöst. So erhalten sie kontaktlos Weihwasser zum Bekreuzigen. Reste des Wassers fallen durch ein Gitter in ein Auffanggefäß, sodass niemand in Versuchung kommen kann, dieses später noch zu nutzen.

Hergestellt von Menschen mit Behinderungen

Den berührungslosen Weihwasserspender ausgedacht hat sich Dirk Leifeld. Der Betriebsleiter der Caritas-Werkstätten der Städteregion Aachen entwickelte die Stele, die einfach zu bedienen ist und mit Batterie funktioniert. Nur das Wasser muss ab und zu nachgefüllt werden. Als Material für die Stele kommt Blaustein aus einem regionalen Steinmetzbetrieb zum Einsatz. Hergestellt werden soll der Weihwasserspender in den Caritas-Werkstätten von Menschen mit Behinderungen.

Erste Tests mit positiver Resonanz

Die Stele kostet etwa 1.600 Euro, zwei davon werden gerade in Gemeinden in Breinig und Eschweiler getestet. Die ersten Reaktionen der Kirchgänger sind nach Aussagen der Pfarrer positiv. Demnach nutzen die berührungslosen Spender auch Gläubige, die seit Jahren an den fest eingebauten Weihwasserbecken der Kirchen vorbei gegangen sind, weil sie das Wasser darin unhygienisch fanden.

Die Caritas-Werkstätten der Städteregion Aachen hoffen jetzt, dass möglichst viele Gemeinden sich so einen berührungslosen Weihwasserspender als neues Corona-Hilfsmittel für die Kirche anschaffen und viele Bestellungen kommen.

Stand: 18.08.2020, 13:58