Aachener Flüchtlingsberatung offenbar gerettet

Broschüre mit der Aufschrift "Willkommen in Deutschland"

Aachener Flüchtlingsberatung offenbar gerettet

  • Fördergelder vom Land sollen nun doch weiter fließen
  • Krisengespräch im Ministerium bringt Wende
  • Förderung war wegen Schleuser-Verdacht ausgesetzt

Die Aachener Flüchtlingsberatungsstelle "Cafe Zuflucht" ist wohl gerettet. Das Land NRW wird die Flüchtlingsberatungsstelle weiter fördern. Das ist das Ergebnis eines Krisengesprächs am Mittwoch (13.06.2018) beim Integrationsministerium in Düsseldorf. Anfang der Woche war bekannt geworden, dass der Einrichtung die Insolvenz droht. Das NRW-Integrationsministerium hatte kurzfristig Fördermittel ausgesetzt.

Insolvenzantrag war bereits ausgefüllt

Die Vertreter des Café Zuflucht waren mit bereits ausgefülltem Insolvenzantrag zu dem Treffen nach Düsseldorf gefahren. Ohne die Zusage, dass Fördermittel in sechsstelliger Höhe weiter fließen, hätte der ehrenamtliche Vorstand des Trägervereins noch am selben Tag Insolvenz angemeldet.

Gegen Mitarbeiter wird ermittelt

Die Einrichtung war in die Krise geraten, weil die Staatsanwaltschaft gegen einen Mitarbeiter wegen Schleuserverdachts ermittelt und das Ministerium danach die Förderung ausgesetzt hatte. Zusammen mit Geldern der Stadt Aachen drohten mehr als 300.000 Euro wegzufallen.

In einer Erklärung stellte das Ministerium am Mittwoch heraus, dass die Mitarbeiter bei der Aufklärung der Vorwürfe mitgewirkt hätten und dies auch weiter tun wollten. Das Café Zuflucht ist die größte Flüchtlingsberatungsstelle in der Region.

Stand: 13.06.2018, 16:04