Bundesnetzagentur verhängt Bußgeld gegen Uniper

Bundesnetzagentur verhängt Bußgeld gegen Uniper

Wegen Marktmanipulation im Energiegroßhandel hat die Bundesnetzagentur in Bonn gegen den Energiekonzern Uniper eine hohe Geldstrafe verhängt.

"Solche Marktmanipulationen sind ein ernsthafter Eingriff in den offenen und fairen Wettbewerb", sagt der Präsident der Bundesnetzagentur Jochen Homann. Damit könne das Vertrauen in den Strom- und Gasmarkt geschwächt werden. Daher gehe seine Behörde konsequent gegen solche Verstöße vor. Der Konzern Uniper soll nun ein Bußgeld von 150.000 Euro zahlen.

In diesem Fall haben zwei Händler von Uniper mit gezielten Angeboten und Nachfrage-Platzierungen auf dem Gasmarkt das Angebot von Reserve-Gas künstlich knapp gehalten. Mit dem Reserve-Gas können Anbieter Schwankungen im Gasnetz ausgleichen.

Mit teilweise legalen, aber auch illegalen Handelsstrategien haben die beiden Händler von Uniper gleichzeitig dafür gesorgt, dass andere Anbieter nicht ins Geschäft kamen. Die hatten dann die Bonner Behörde eingeschaltet. Mit solchen Manipulationen in sechs Fällen soll Uniper rund 70.000 Euro Gewinn gemacht haben. Konkret wirft die Bundesnetzagentur Uniper eine Verletzung der Aufsichtspflicht vor. Der Düsseldorfer Energiekonzern hätte kontrollieren müssen, ob seine Handelsstrategie rechtskonform war.

Stand: 20.02.2019, 13:21