Tristesse statt Trubel auf Burg Satzvey

Burg Satzvey

Tristesse statt Trubel auf Burg Satzvey

Von Anke Bardenberg

Die 600 Jahre alte Burg Satzvey in Mechernich hat Kriege und die Pest überstanden. Aber ob sie die Corona-Krise übersteht, ist derzeit fraglich.

Still liegt sie da in der idyllischen Eifel-Landschaft - die Burg Satzvey bei Mechernich. Fast scheint es so, als läge sie im Dornröschenschlaf. Dabei ist sie eine der bekanntesten Veranstaltungsorte in Nordrhein-Westfalen und normalerweise ein Ausflugsziel für viele tausend Besucher im Jahr.

Ein Ort für Märchen und Abenteuer: Wo Ritter reiten und kämpfen, Hexen ums Feuer tanzen und schaurige Gestalten die Burgwiesen bevölkern.

Veranstaltungen als Einnahmequelle brechen weg

Gräfin der Burg Satzvey

Wegen Corona mussten fast alle Veranstaltungen in diesem Jahr abgesagt werden. Märkte, Ritterspiele, Konzerte und Theateraufführungen. Veranstaltungen, die Patricia Gräfin Beissel und ihr Team organisieren. Am Wochenende hätte hier eine große Halloween-Feier stattfinden sollen.

Auf den Schultern der 35jährigen lastet eine große Verantwortung. Denn an den Veranstaltungen hängen viele Existenzen und hunderte Arbeitsplätze. Hinzu kommen etwa 1000 aktive Darsteller bei Festspielen und Mittelalterveranstaltungen.

Spendenaufruf zur Rettung

Die Ritterfestspiele auf Burg Satzvey.

Öffentliche Gelder gibt es keine. Um die Burg zu finanzieren, haben die Eltern der Gräfin vor 40 Jahren die Ritterfestspiele ins Leben gerufen. Das Jubiläum wurde genauso wie alle anderen großen Veranstaltungen abgesagt.

Um Burg Satzvey vor dem Ruin zu retten, wurde sogar schon ein Spendenaufruf gestartet. Ob und wie es weitergeht, kann die 35-Jährige nicht sagen. Aber noch will sie die Hoffnung nicht aufgeben. "Ich möchte gerne Träume erschaffen und Leute entführen aus ihrem Alltag", sagt Patricia Gräfin Beissel. "Und ich hoffe, dass wir das bald wieder dürfen."

Unsere Spektakel Unser Westen 06.03.2020 43:30 Min. UT Verfügbar bis 06.03.2021 WDR

Stand: 30.10.2020, 10:52