"Buntwesten" demonstrierten in Düsseldorf

Buntwesten-Demo in Düsseldorf

"Buntwesten" demonstrierten in Düsseldorf

  • Rund 200 Demonstranten aus ganz NRW
  • Soziale Ungerechtigkeiten angeprangert
  • Wagenknechts "Aufstehen" hatte Demo angemeldet

In Anlehnung an die französische "Gelbwesten"-Bewegung sind am Samstagmittag (16.02.2019) in mehreren Städten in Deutschland Menschen für soziale Gerechtigkeit auf die Straße gegangen. Zur zentralen NRW-Kundgebung am Rathaus Düsseldorf kamen etwa 200 Teilnehmende.

Anders als ihre französischen Vorbilder hatten die Demonstranten nicht nur gelbe, sondern auch blaue, orange oder pinke Westen angelegt.

Forderungen nach besseren Löhnen

Laut Organisatorin Inge Such will die Initiative die Öffentlichkeit für die zunehmende soziale Ungleichheit sensibilisieren. Zentrale Forderungen auf Plakaten und Spruchbändern waren: bessere Löhne, mehr bezahlbarer Wohnraum und höhere Steuern für Besserverdienende. Die Protestaktion verlief nach Angaben der Polizei "laut und friedlich".

Risiko: Gewalt und Unterwanderung von rechts

Buntwesten-Demo in Düsseldorf

Protest vorm Rathaus

Zur Demonstration in Düsseldorf hatte die Sammelbewegung "Aufstehen" von Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht aufgerufen. Die Aktivisten sympathisieren offen mit den französischen "Gelbwesten", verurteilen dabei jedoch die Gewalt, zu der es im Nachbarland gekommen war: "Was es in Frankreich an Gewaltausbrüchen während der Demos gab, das können und wollen wir nicht gutheißen", so Such.

Zudem grenzen sich die Düsseldorfer Initiatoren scharf vom rechten Spektrum ab. Im Osten Deutschlands sollen "Bunte Westen"-Aktionen von rechts infiltriert worden sein. Laut Such hat es in Aachen bereits ähnliche Versuche gegeben.

Stand: 16.02.2019, 14:06

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