Bundeskartellamt verhängt Bußgeld gegen Stahlhersteller

Ein Schild mit der Aufschrift "Bundeskartellamt".

Bundeskartellamt verhängt Bußgeld gegen Stahlhersteller

Von Jörg Sauerwein

  • Bußgelder in Höhe von insgesamt 646 Mio. Euro verhängt
  • Seit 2002 unerlaubte Preisabsprachen bei Stahlblechen
  • Firmen zeigten sich einsichtig und kooperativ

Mehrere Stahlhersteller, darunter die thyssenkrupp Steel Europe AG, müssen Bußgelder in Höhe von insgesamt 646 Millionen Euro zahlen, das hat das Bundeskartellamt in Bonn am Donnerstag (12.12.2019) entschieden. Grund sind unerlaubte Preisabsprachen untereinander.

Preisabsprachen bei Stahlblechen

Seit 2002 hätten sich die Stahlhersteller über viele Jahre immer wieder getroffen, heißt es vom Bundeskartellamt in Bonn. Dabei hätten sie verschiedene Aufpreise und Zuschläge bei den so genannten Quartoblechen untereinander abgestimmt.

Diese Bleche werden unter anderem beim Stahl- und Brückenbau, bei Schiffen oder Windrad-Türmen und Pipelines gebraucht.

Insgesamt 646 Mio. Euro Bußgeld

Bis in das Jahr 2016 hätten sich die Absprachen auf die Preise der Stahlbleche ausgewirkt. Deshalb müssen die Ilsenburger Grobblech in Sachsen-Anhalt, die Thyssenkrupp Steel Europe und der österreichische Hersteller voestalpine Grobblech sowie drei verantwortliche Manager jetzt insgesamt 646 Mio. Euro Bußgeld zahlen.

Die Firmen hätten die Preisabsprachen gegenüber dem Bundeskartellamt bereits zugegeben, erklärten die Wettbewerbshüter in Bonn. Ohne Bußgeld kommt die Dillinger Hütte im Saarland davon. Das Unternehmen hatte als erstes mit der Behörde kooperiert.

Stand: 12.12.2019, 13:09

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