Neuer Haftbefehl gegen Messerangreifer von Dresden

Dresden: Kriminaltechniker und die Tatortgruppe des LKA Sachsen betrachten einen Tatort

Neuer Haftbefehl gegen Messerangreifer von Dresden

Nach dem Messerangriff auf zwei Touristen aus NRW in Dresden hat die Bundesanwaltschaft einen eigenen Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen erwirkt.

Der Grund: seine radikal-islamistische Gesinnung. Er habe seine beiden Tatopfer auslöschen wollen, weil sie Teil der freiheitlichen Gesellschaft seien, die er als "ungläubig" ablehne, heißt es in der Begründung der Bundesanwaltschaft.

Zwei Touristen aus NRW angegriffen

Der 20-jährige Syrer hatte Anfang Oktober in der Dresdener Altstadt einen Krefelder und einen Kölner mit einem Messer angegriffen. Der 55-jährige Krefelder überlebte den Angriff nicht. Der Kölner wurde dabei schwer verletzt.

Der Täter hatte zunächst unerkannt entkommen können, war aber am 20. Oktober gefasst worden. Den Behörden war der Festgenommene bereits seit Jahren als Islamist bekannt.

Haftbefehl: Mord, versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung

Der Haftbefehl der Bundesanwaltschaft lautet jetzt auf Mord, versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung. Er ersetzt den bisherigen Haftbefehl des Amtsgerichts Dresden vom 21. Oktober.

Erst wenige Tage vor der Tat in Dresden war der Tatverdächtige aus der Jugendhaft entlassen worden.

Stand: 11.11.2020, 12:01