Grüne Bürgermeisterin in Windeck: erster Arbeitstag

Alexandra Gauss

Grüne Bürgermeisterin in Windeck: erster Arbeitstag

Von Tobias al Shomer

  • Alexandra Gauß übernimmt das Windecker Rathaus
  • Erster Arbeitstag für grüne Bürgermeisterin
  • Mehr Bürgerbeteiligung und besserer Dialog

Am 18. November haben die Windecker Alexandra Gauß zur Bürgermeisterin gemacht, gewählt im ersten Wahldurchgang. Damit hatte keiner gerechnet. Umso rauschender der Empfang.

Ihr erster Arbeitstag am Dienstag (18.12.2018) wird hart. Viel Zeit zum Einrichten wird nicht bleiben, denn am Abend muss sie direkt die erste Ratssitzung als Bürgermeisterin leiten. "Da werde ich ganz schön ins kalte Wasser geworfen", erklärt Gauß.

Mehr Bürgerbeteiligung in Windeck

Starten wolle sie mit einer Bestandsaufnahme, erläutert sie ihre Pläne im TV-Live-Interview im Lokalzeit-Studio. Schon dabei wolle sie die Bürger einbinden, sagt sie. Diese Pläne bekräftigt sie jetzt gegenüber dem WDR. Sie wolle sich für mehr Bürgerbeteiligung einsetzen, die Bürger über mehr mitentscheiden lassen. Überhaupt wolle sie den Windeckern wieder mehr zuhören.

Erste direkt gewählte Grünen-Bürgermeisterin in NRW

Alexandra Gauß ist die erste direkt gewählte Bürgermeisterin der Grünen in NRW. Sie besteht aber darauf, dass sie Bürgermeisterin für alle sein will. Auch für die, die sich nicht gewählt haben. Bei der Wahl war sie gemeinsame Kandidatin der Grünen, CDU und FDP. Es ist ein Hauch von Jamaika, der da ins Windecker Rathaus einzieht.

Windecker wollte alten Bürgermeister nicht mehr

Die neue Windecker Bürgermeisterin hat bislang im NRW-Finanzministerium gearbeitet. Nebenbei war sie Mitglied des Kreistags Rhein-Sieg. Beides geht jetzt nicht mehr. Der Bürgermeisterin-Job ist aber auch Arbeit genug. Sie folgt im Amt auf Hans-Christian Lehmann, früher SPD. Der wollte nach sechs Jahren lieber Beigeordneter in Düren werden. Weil das nicht klappte, hat er doch noch versucht, Bürgermeister in Windeck zu bleiben. Das konnten sich die Windecker aber nicht mehr vorstellen. Er bekam bei der Wahl nur etwas mehr als fünf Prozent der Stimmen.

Stand: 18.12.2018, 09:25