Bergisches Bündnis gegen weniger ICE-Verbindungen

ICE der Deutschen Bahn

Bergisches Bündnis gegen weniger ICE-Verbindungen

  • Protestbrief von Politikern und Wirtschaftsverbänden
  • Bahn will ICE-Sprinter von Köln nach Berlin fahren lassen
  • Halte in Wuppertal und Hagen könnten wegfallen

Die Pläne der Bahn, den ICE zwischen Köln und Berlin nur noch alle zwei Stunden in Wuppertal halten zu lassen, stoßen auf immer mehr Widerstand. In einem Brief an die Deutsche Bahn protestieren zahlreiche Politiker und Wirtschaftsverbände der Region gegen eine Halbierung der Verbindung.

Unterzeichnet wurde der Protestbrief von den Bürgermeistern aus Wuppertal, Remscheid, Solingen und Hagen sowie den Landräten des Ennepe-Ruhr-Kreises und des Märkischen Kreises. Auch IHK, Arbeitgeberverband, Handwerk und die Bergische Uni sind dabei.

Weniger Halte wegen ICE-Sprinter

Ein neuer ICE 3 der Baureihe 407

Bislang hält stündlich ein solcher Schnellzug in Wuppertal. Die Bahn will insgesamt mehr ICE-Züge von Köln nach Berlin fahren lassen, allerdings als sogenannte ICE-Sprinter ohne weiteren Halt in NRW.

Die ICE-Linie über Solingen, Wuppertal und Hagen könnte deswegen alle zwei Stunden wegfallen. Die Bahn sagte, sämtliche Ideen und Konzepte für die künftigen ICE-Verbindungen von NRW nach Berlin würden zur Zeit noch geprüft.

Mehr Verspätungen im Regionalverkehr befürchtet

ICE am Hauptbahnhof Köln

Mitte April hatte bereits die Industrie- und Handelskammer (IHK) davor gewarnt, den ICE zwischen Köln und Berlin nur noch alle zwei Stunden in Wuppertal halten zu lassen. Das wäre ein fatales Signal für die Region.

Der Nahverkehrsverband Westfalen-Lippe befürchtet, dass durch die Pläne der deutschen Bahn der Takt im Regionalverkehr durcheinander gerät, und es zu mehr Verspätungen kommen könnte.

Stand: 18.05.2018, 08:01