Letzte Bühne für die Kölner Oper

Kölner Oper von außen

Letzte Bühne für die Kölner Oper

  • Bühnenraum der Oper wird fertiggestellt
  • Warten auf den neuen Zeitplan
  • Kosten auf 570 Millionen Euro verdoppelt

In der Kölner Oper hat der Einbau der letzten Seitenbühne begonnen. Dabei werden so genannte Schubketten unter den Podien montiert. Damit kann bei laufendem Betrieb das Bühnenbild auf einfache Weise gewechselt werden. Parallel finden derzeit die Tests der Obermaschinerie statt: Das sind Metallstangen, an denen die Bühnenbilder hängen. Bisher mussten Bühnentechniker die Stangen mit der Hand hochziehen. Im sanierten und modernisierten Opernhaus wird das digital gesteuert. Eine erhebliche Arbeitserleichterung für die Mitarbeiter der Bühnen.

Mitte des Jahres soll die neue Planung vorliegen

Sanierung der Oper Köln

Blick von oben auf die Hauptbühne der "neuen" Kölner Oper

Während im Bühnenraum intensiv gearbeitet wird, tut sich drum herum kaum etwas. Oper und Schauspielhaus sind seit Monaten unangetastet im Rohbauzustand. Von den Decken hängen Kabel und Lüftungsschächte, die noch nicht angeschlossen sind und eventuell auch wieder demontiert werden müssen. Fehlkonstruktionen, die zu dem aktuellen Baudesaster auf der Bühnenbaustelle führten. Derzeit wird eine neue Planung für die technischen Anlagen erarbeitet. Sie soll im Juni vorliegen.

Kosten auf 570 Millionen Euro verdoppelt

Erst danach will die Baustellenleitung sagen, ob der bisher genannte Termin Ende 2022 zur Übergabe von Oper und Schauspiel an die Theatermacher eingehalten werden kann. Und erst dann wird auch klar, ob die im schlimmsten Fall eintretenden Kosten von 570 Millionen Euro ausreichen oder unter-, beziehungsweise überschritten werden. Ursprünglich sollte in der Oper bereits im November 2015 die Premiere gefeiert werden und 253 Millionen Euro kosten.

Stand: 31.01.2019, 14:45