Bonner Briefzentrum im Weihnachtsstress

Drei Kisten der Deutschen Post voller Briefe stehen übereinander gestapelt.

Bonner Briefzentrum im Weihnachtsstress

Von Sebastian Tittelbach

  • Ansturm ab Montag erwartet
  • Briefzentrum Bonn setzt neue Sortiermaschinen ein
  • Post: Weihnachtskarten bis spätestens 21.12. einwerfen 

Es reicht ein Blick auf die Förderbänder, um zu wissen, dass es auf Weihnachten zugeht. Im Briefzentrum Bonn blitzen zwischen den nüchtern weißen Briefen immer wieder Umschläge in Rot, Gold oder Silber hervor, mit Aufklebern und handgeschriebenen Adressen. Ab Montag (09.12.2019) erwartet Schichtleiter Herwig Johann Garstka den Start der Großkampftage. 

Täglich 750.000 Sendungen mehr im Briefzentrum Bonn

Das Briefzentrum liegt in einem Troisdorfer Gewerbegebiet. Es ist zuständig für alle Postleitzahlen, die mit "53" beginnen, von Hellenthal bis Ruppichteroth. Rund eine Million Sendungen werden hier tagtäglich bearbeitet, jetzt können leicht nochmal jeden Tag 750.000 dazu kommen. 

Rund 60 Teilzeitkräfte arbeiten in der Abendschicht, ihren Jahresurlaub sollen sie jetzt schon komplett genommen haben. In den Wochen vor Weihnachten setzt die Deutsche Post zusätzliche Mitarbeiter ein, um den täglichen Briefberg bewältigen zu können. Außerdem hat sie ihren Maschinenpark aufgerüstet. Seit zwei Wochen sind in Troisdorf fünf zusätzliche Gangfolgesortiermaschinen im Einsatz. Nachdem die Briefe gestempelt und die Adressen erfasst wurden, ordnen sie die Post exakt so, wie der Postbote sie auf seiner Route benötigt. Dadurch kann er mehr Briefe in seiner Schicht zustellen.

Weihnachtspost bringt Sortiermaschinen an ihre Grenzen

Doch gerade bei der bunten Weihnachtspost kommen die Maschinen an ihre Grenzen. Manche Aufkleber lösen sich bei dem hohem Tempo, mit dem die Briefe durch die Anlage sausen. Rote Umschläge oder glänzende Materialien können sie nur schlecht bearbeiten. Solche Post muss von Hand sortiert werden und kommt unter Umständen nicht am nächsten Tag beim Empfänger an.

Bundesweit stellt die Deutsche Post rund 10.000 Aushilfen ein. Außerdem hat sie 12.000 Fahrzeuge gemietet, um Briefe, Karten und Päckchen rechtzeitig auszuliefern. Schließlich steht das Unternehmen im Wort: Briefe, die am 21.12. eingeworfen werden, sollen noch rechtzeitig vor Weihnachten ankommen. Pakete müssen einen Tag früher aufgegeben werden.

Weihnachtsgeschäft: Deutsche Post stellt 10.000 Mitarbeiter ein

00:53 Min. Verfügbar bis 23.10.2020

Stand: 06.12.2019, 12:00