Erkelenz: Braunkohleausschuss gegen Abrissmoratorium

Tagebau Garzweiler

Erkelenz: Braunkohleausschuss gegen Abrissmoratorium

Der Braunkohleausschuss der Stadt Erkelenz hat sich am Montagabend gegen ein Abrissmoratorium für fünf Dörfer ausgesprochen, die dem heranrückenden Tagebau  Garzweiler II weichen sollen. Es handelt sich um die Orte Kuckum, Keyenberg, Unter- und Oberwestrich sowie Berverath.

Den Stopp der Abrissarbeiten hatten die Grünen beantragt. Ein solches Moratorium sei wichtig für die Lebensqualität in den Orten, erklärte eine Sprecherin der Grünen-Fraktion.

500 Menschen leben noch in den Dörfern

Derzeit leben noch mehr als 500 Menschen in den bedrohten Dörfern. Wenn RWE Häuser abreiße, erhöhe das den Druck auf jene Menschen, die ihre Heimat noch nicht verlassen wollten, so die Grünen. Die laufende Umsiedlung wolle man nicht stoppen. Wohnhäuser sollten so lange nicht abgerissen werden, bis die Landesregierung ihre Leitentscheidung veröffentlicht habe. In dieser werden die Größe des Tagebaus festgelegt und dessen Laufzeit. Es müsse verhindert werden, dass der RWE-Konzern weiter Fakten schaffe, fordern die Grünen.

 Bislang kein Konzept für Rückbau der Orte

Die Verwaltung der Stadt Erkelenz betonte in ihrer Stellungnahme, dass bisher kein Konzept für den Rückbau der Orte vorliege. Wenn RWE entsprechende Pläne habe, werde man dazu eine Stellungnahme abgeben.

Manche Bewohner wollen weiter kämpfen

In den Ortschaften gibt es Bewohner, die weiter gegen den Tagebau Garzweiler II kämpfen wollen, andere wollen so schnell wie möglich umsiedeln. Deshalb fordert die Kommune jetzt schnelle Klarheit, wie die Zukunft des Tagebaus aussehen soll.

Wehmut und Glück

WDR 4 unterwegs in Nordrhein-Westfalen 01.03.2021 01:30 Min. Verfügbar bis 02.03.2022 WDR 4 Von Petra Krüll


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Stand: 16.03.2021, 14:54

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