Proteste am Braunkohle-Kraftwerk Neurath in Grevenbroich

Ein beleuchtetes Kraftwerk bei Nacht mit einem weißen, projizierten Schriftzug auf einem Kühlturm

Proteste am Braunkohle-Kraftwerk Neurath in Grevenbroich

Aktivisten haben heute Morgen am Braunkohle-Kraftwerk Neurath protestiert. Sie projizierten einen Schriftzug auf einen Kühlturm.

"Braunkohle ist tödlich - Für unsere Dörfer und unser Klima" stand dort geschrieben, die Aktivisten hatten den Projektor auf einen Feldweg in der Nähe gestellt. Die Initiative nennt sich "Menschenrecht vor Bergrecht" und besteht aus Anwohnern des Tagebaus Garzweiler. Sie befürchten, dass noch mehr Dörfer dem Tagebau weichen müssen und umgesiedelt werden. Der Schriftzug auf dem Kühlturm soll an die Warnhinweise auf Zigarettenschachteln erinnern.

Kohlendioxid-Schleuder Neurath

In Neurath stehen die beiden größten Braunkohleblöcke des Energiekonzerns RWE. Sie sollen nach den Beschlüssen des Bundestags zum Kohleausstieg bis zum Jahr 2038 laufen. Das Kraftwerk Neurath ist nach Zahlen des Umweltbundesamtes die Industrieanlage mit dem höchsten Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid in Deutschland.

Im NRW-Landtag geht es am Donnerstag noch einmal um die Leitentscheidung der Landesregierung zum Braunkohleabbau. Die sieht einen Ausstieg aus der Braunkohle bis 2038 vor, die Grünen bringen einen Antrag auf einen früheren Ausstieg ein.

Stand: 09.09.2021, 09:03