Rheinisches Revier soll Energierevier der Zukunft werden

Schafe weiden auf einer Wiese unter Sonnenkollektoren

Rheinisches Revier soll Energierevier der Zukunft werden

  • Rheinisches Revier soll Energierevier der Zukunft werden
  • Berichtsentwurf der Kohlekommission für Freitag
  • Ringen um Kosten des Strukturwandels

Das Rheinische Revier soll im Fall eines Kohleausstiegs zur Modellregion für die Energiewende werden. 119 Projekte sollen den Umbau des Reviers in einem Sofortprogramm vorantreiben, weitere 34 sind in einer Art "Projektspeicher" gelistet. Das steht in einem Berichtsentwurf der Kohlekommission für ihre möglicherweise letzte Sitzung am Freitag (25.01.2019). Das Gremium besteht aus Vertretern aus Kommunalpolitik, Industrie, Gewerkschaften, Wissenschaft und Umweltgruppen.

Verbindung verschiedener Energieformen

Als Beispiel für ein regionales Energiemanagement wird das Projekt Quirinus genannt - eine Art "Flächenkraftwerk", das eine stabile Stromversorgung mit regenerativen Energien sicherstellen soll. Es verbindet Wind- und Photovoltaik-Anlagen über ein Informations- und Kommunikationsnetz und regelt Stromangebot und -nachfrage.

Strukturwandel im Revier: "Brauchen Hilfe des Bundes"

WDR 5 Morgenecho - Interview 02.01.2019 05:20 Min. Verfügbar bis 01.01.2020 WDR 5

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Allein NRW fordert für den Strukturwandel einen zweistelligen Milliardenbetrag. Ostdeutsche Kohleländer wollen 60 Milliarden vom Bund. Der genaue Ausstiegstermin aus der Braunkohle ist bislang offen.

Milliarden-Entschädigung für RWE & Co.?

Außerdem sollen laut Entwurf Betreiber von Kohlekraftwerken wie RWE bei einem Kohleausstieg entschädigt werden. Entschädigungssummen werden nicht genannt. Sie könnten sich aber an den Beträgen orientieren, die vor einigen Jahren für Kraftwerke gezahlt wurden, die dann als Reserve dienten. Damals wurden rund 600 Millionen Euro pro Gigawatt Leistung gezahlt. Insgesamt sind noch Kohlekraftwerke mit etwa 43 Gigawatt am Netz.

Die Kohle nach der Kohle Westpol 20.01.2019 UT DGS Verfügbar bis 20.01.2020 WDR

Stand: 23.01.2019, 18:21