15-Jähriger nach Brand in Hennefer Schule in U-Haft

15-Jähriger nach Brand in Hennefer Schule in U-Haft

  • Haftbefehl gegen 15-Jährigen
  • Verdacht auf Brandstiftung
  • Unterricht wieder begonnen

Nach dem Großbrand an der Gesamtschule in Hennef hat ein Ermittlungsrichter am Montagnachmittag (16.04.2018) Haftbefehl gegen einen 15-Jährigen erlassen. Er wird verdächtigt, den Brand an der Gesamtschule in Hennef gelegt zu haben. Weil nach Einschätzung des Richters Fluchtgefahr besteht, wird der Junge in die JVA nach Wuppertal gebracht. Nach Ansicht der Bonner Staatsanwaltschaft besteht wegen mehrerer belastender Indizien dringender Tatverdacht gegen den 15-Jährigen.

Schaden geht in die Millionen

Seit Montagmorgen wird an der Gesamtschule in Hennef wieder unterrichtet. Mehr als 100 Schüler mussten in andere Klassenräume umziehen. Der Schaden am Schulgebäude ist in jedem Fall hoch und geht in die Millionen.

Fünftklässler können erstmal nicht mehr in ihre Räume

Zerstörtes Schulgebäude in Hennef

Mehrere Räume sind vorerst nicht nutzbar

Vier Klassenräume sind bis auf weiteres nicht mehr nutzbar. Das waren die Klassenräume der Fünftklässler, die jetzt in einen nur wenige hundert Meter entfernten zweiten Standort der Schule umgezogen sind. Neben dem Gesamtschultrakt steht eine Hauptschule - drei Klassen sind dort bis Mitte der Woche nicht nutzbar. Sie müssen gelüftet werden. Auswirkungen für die Abiprüfungen hat der Brand übrigens keine.

Feuerwehreinsatz nach anonymen Anruf

Am frühen Sonntagmorgen (15.04.2018) war die Feuerwehr in Hennef alarmiert worden. Der anonyme Anrufer sagte, dass die Gesamtschule brenne und legte sofort wieder auf. Deshalb war die Feuerwehr auch erst mit einem Erkundungstrupp vor Ort, bevor sie mit den Löschwagen anrückte.

Stand: 16.04.2018, 16:39