Siegaue-Vergewaltigung: Häftling soll seine Zelle angezündet haben

Nordrhein-Westfalen, Köln: Hinter einem Zaun und Stacheldraht sind Fenster der Justizvollzugsanstalt (JVA) im Stadtteil Ossendorf zu sehen.

Siegaue-Vergewaltigung: Häftling soll seine Zelle angezündet haben

  • Häftling soll Feuer verursacht haben
  • Mann soll Paar in Siegaue überfallen haben
  • Brandexperte soll Ursache des Feuers klären

Der verurteilte Vergewaltiger einer jungen Camperin in der Siegaue bei Bonn soll den Brand in seiner Gefängniszelle in der JVA Köln selbst verursacht haben. Davon geht die Staatsanwaltschaft aus.

Bei dem Feuer waren in der Nacht auf Mittwoch (14.02.2018) drei Menschen teils schwer verletzt worden, und zwar zwei JVA-Mitarbeiter und der verurteilte Vergewaltiger (31) selbst. Gegen ihn wird nun wegen Brandstiftung ermittelt. Ob der Häftling absichtlich oder fahrlässig gehandelt habe, sei noch unklar. Ein Experte soll die Ursache des Feuers klären.

Der Häftling liegt laut Staatsanwaltschaft derzeit schwer verletzt im Krankenhaus und ist nicht vernehmungsfähig. Der Mann - ein abgelehnter Asylbewerber aus Ghana - war im Oktober vom Landgericht Bonn wegen besonders schwerer Vergewaltigung und räuberischer Erpressung zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte demnach ein junges Paar beim Campen in der Siegaue bei Bonn überfallen und die damals 23-Jährige vergewaltigt. Er bestritt die Tat und legte später Revision ein. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Stand: 14.02.2018, 14:50