Kleve: Häftling nach Brand in Gefängniszelle gestorben

Nach dem Brand: Notarztwagen steht vor der JVA Kleve

Kleve: Häftling nach Brand in Gefängniszelle gestorben

  • Häftling nach Brand in JVA Kleve gestorben
  • 26-Jähriger saß zu Unrecht in Haft
  • Grund ist möglicherweise Verwechslung

Ein wohl zu Unrecht inhaftierter Mann ist nach einem Feuer in seiner Gefängniszelle gestorben. Das hat ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Kleve am Montag (01.10.2018) mitgeteilt. Demnach soll der 26-Jährige Syrer über zwei Monate unschuldig in der JVA Kleve gesessen haben. Mitte September war in seiner Zelle ein Feuer ausgebrochen. Den Brand soll der Gefangene selbst gelegt haben. Die Staatsanwaltschaft Kleve hatte daraufhin Ermittlungen gegen mehrere Polizisten wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung eingeleitet. Ein Sprecher des NRW Innenministeriums sagte dazu, "es spricht einiges für individuelle Versäumnisse von Polizeibeamten bei der Festnahme".

Möglicherweise Namensverwechslung

Am Freitag (28.09.2018) war bekannt geworden, dass der 26-Jährige möglicherweise Opfer einer Namensverwechslung geworden war. Ein in Hamburg per Haftbefehl gesuchter Mann soll seine Personalien als Aliasnamen verwendet haben. Als bei einem Polizeieinsatz in Geldern am Niederrhein die Personalien des jetzt verstorbenen Mannes überprüft wurden, wurde er wegen des Hamburger Haftbefehls festgenommen. Unklar ist bis jetzt, warum nicht schneller geklärt wurde, dass es sich bei dem in Hamburg gesuchten Mann um eine andere Person handelt.

Stand: 01.10.2018, 13:17