Düsseldorfer Zahnarzt wegen Botox-Behandlung angeklagt

Düsseldorfer Zahnarzt wegen Botox-Behandlung angeklagt

  • Illegale Behandlung mit Anti-Falten-Spritzen
  • Prozess vor dem Düsseldorfer Amtsgericht
  • Zahnarzt streitet Vorwürfe ab

Weil er seine Patientinnen illegal mit Anti-Falten-Spritzen behandelt haben soll, musste sich ein Zahnarzt am Freitag (09.11.2018) vor dem Amtsgericht Düsseldorf verantworten.

Angeklagter soll Wiederholungstäter sein

Der Mediziner hatte keine Berechtigung zu den Behandlungen, so die Staatsanwaltschaft. Er soll einem Ehepaar Hyaluron und das Nervengift Botox in Wangen, Lippen, Nase und Stirn gespritzt haben.

Laut Anklage soll der Zahnarzt ein Wiederholungstäter sein. Er wurde bereits drei Mal zu Geldstrafen in Höhe von bis zu 18.000 Euro wegen unerlaubter Behandlung mit Anti-Falten-Spritzen verurteilt.

Mediziner bestreitet Botox-Behandlung

Vor Gericht hat der 57-jährige Düsseldorfer die Vorwürfe abgestritten. Seit seiner Verurteilung 2013 habe er niemanden mehr mit Botox behandelt. Er sprach von einem Racheakt seines ehemals besten Freundes und dessen Frau. Das Paar erlitt durch einen von ihm vermittelten Kontakt einen finanziellen Verlust.

Die Anti-Falten-Behandlungen in seiner Praxis führe zudem eine dazu befugte Allgemeinmedizinerin durch, so der Angeklagte. Um dies zu überprüfen, sollen am 19. November Zeugen gehört werden.

Stand: 09.11.2018, 17:05