Angeblich gefälschter Impfpass - Eberl bestätigt Mitarbeiter-Entlassung

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl

Angeblich gefälschter Impfpass - Eberl bestätigt Mitarbeiter-Entlassung

Borussia Mönchengladbach hat sich in der vergangenen Woche von einem Mitarbeiter getrennt. Dies bestätigte Sportdirektor Max Eberl, der sich zu den Hintergründen allerdings nicht äußern wollte.

"Wir haben einen Mitarbeiter entlassen. Der Rest ist zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer", sagte Eberl am Donnerstag.

Laut Medienberichten soll es sich um einen vom Verein beschäftigten Physiotherapeuten handeln. Nach dem dringenden Verdacht, ein gefälschtes Impfzertifikat verwendet zu haben, soll der Verein den Mitarbeiter in der Woche vor der Partie gegen den SC Freiburg entlassen haben.

Ein Vereinssprecher bestätigte schon am Mittwoch die Trennung, betonte jedoch auf WDR-Anfrage, der Club könne aus arbeitsrechtlichen Gründen keine weiteren Details der Trennung nennen. Der betreffende Mitarbeiter komme aber aus dem direkten Umfeld der Mannschaft. Die Polizei hatte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch bestätigt, dass wegen des Verdachts der Urkundenfälschung ermittelt werde.

Eberl spricht von "generellem Problem" in Deutschland

Erst im November wurde ein ähnlicher Fall bekannt. Werder Bremen-Trainer Markus Anfang trat wegen des Vorwurfs der Impfpass-Fälschung als Trainer zurück.

Unabhängig vom Fall bei der Borussia, wie Eberl betonte, sprach der Sportchef der Gladbacher bei gefälschten Impfzertifikaten im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie von einem "generellen Problem" in Deutschland "Solidarität labern alle, aber leben tun es dann tatsächlich nicht so viele. Das ist kein Problem des Fußballs. Im Gegenteil. Das Problem haben wir alle zusammen, und das können wir auch nur alle gemeinsam lösen."

Stand: 09.12.2021, 14:18