Zoo Wuppertal: Bonobo Bili integriert sich in die Gruppe und hat Sexpartner

Die Bonobo Affen Bili (r) und Muhdeblu im Zoo Wuppertal.

Zoo Wuppertal: Bonobo Bili integriert sich in die Gruppe und hat Sexpartner

  • Misshandelter Bonobo Bili nähert sich Gruppe an
  • Laut Wuppertaler Zoo hat der Affe nun Sexpartner
  • Noch nicht vollständig in Gruppe aufgenommen

Bonobo Bili, der im Wuppertaler Zoo zunächst von Artgenossen misshandelt wurde, nähert sich der Gruppe weiter an. Nun hatte der Affe nach Angaben des Zoos einen ersten sexuellen Kontakt.

Der Affe sei in den vergangenen Tagen mehrmals dabei beobachtet worden, wie er getrennt vom Rest der Gruppe sexuellen Kontakt mit einem Weibchen hatte, so ein Sprecher des Zoos am Donnerstag.

Auch mit anderen Tieren baue Bili zunehmend eine positive Beziehung auf. Man könne jedoch nicht davon ausgehen, dass Bili jetzt vollständig in die Gruppe aufgenommen sei. Der Bonobo sei nach wie vor vom Rest der Gruppe getrennt und werde nur abwechselnd mit einzelnen Tieren zusammengeführt.

Weitere Streitereien nicht ausgeschlossen

Nach Angaben des Zoo sei nicht ausgeschlossen, dass es erneut zu Streitereien zwischen Bili und anderen Bonobos kommt. Im vergangenen November war Bili von Frankfurt nach Wuppertal umgezogen. Seitdem war er von seiner Gruppe immer wieder misshandelt und sogar verstümmelt worden.

Der Wuppertaler Zoo hatte stets betont, dass es lange dauern kann, bis Neuankömmling Bili in die bestehende Bonobo-Gruppe aufgenommen werden würde. Tierschützer kritisierten den Zoo in Wuppertal dennoch, weil man Bili dort ihrer Meinung nach zu wenig vor den Misshandlungen geschützt habe.

Dialog zwischen Zoo und Tierschützern

Am Donnerstag (28.02.2019) veranstaltet der Verein "die politiksprecher" in Wuppertal eine Podiumsdiskussion über den Umgang des Zoos mit Bonobo Bili. Neben den Vertretern aus Politik und Forschung sowie einer Tierschützerin wird auch Arne Lawrenz, Direktor des Wuppertaler Zoos, teilnehmen.

Aufgrund der Morddrohungen, die es im Vorfeld gegen Lawrenz gegeben hatte, findet die Veranstaltungen unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen statt. Neben der Polizei und einem privaten Sicherheitsunternehmen wird auch der Staatsschutz vor Ort sein.

Stand: 28.02.2019, 16:09

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