Düsseldorfer Influencerin soll Schmerzensgeld zahlen

Klage gegen Bonnie Strange wegen mutmaßlicher Hetzkampagne

Düsseldorfer Influencerin soll Schmerzensgeld zahlen

  • Streit mit Mode-Verkäufer
  • Soll auf Snapchat gehetzt haben
  • Auf 25.000 Euro Schmerzensgeld verklagt

Am Mittwoch (27.02.2019) entschuldigte sich die Bloggerin und Influencerin Bonnie Strange (alias Jana W.) vor dem Düsseldorfer Landgericht für ihre Aussagen nach einem Streit mit einem Mitarbeiter eines Bekleidungsgeschäfts. 2017 soll sie ihn in Berlin via Snapchat vorgeführt und grob beleidigt haben.

"Macht den fertig!"

Im Prozess sagte sie aus, sie sei damals schwanger und auch leicht reizbar gewesen. Unter anderem soll sie ihren Followern (derzeit 822.000 bei Instagram) die Beschreibung "blonder Typ Mitte 30" gegeben und gesagt haben: "Macht den fertig".

Der Verkäufer hat die Influencerin nun auf 25.000 Euro Schmerzensgeld verklagt – wegen schweren Eingriffs in sein Persönlichkeitsrecht. Nach Angaben des Gerichts hat Bonnie Strange bereits eine Unterlassungserklärung abgegeben.

Richter: schwere Persönlichkeitsrechtsverletzung

Die Richter lassen keinen Zweifel daran, dass sie in Bonnie Stranges Schimpftiraden auf dem Snapchat-Video eine schwere Persönlichkeitsrechtsverletzung des Verkäufers sehen. Ihr Urteil wollen sie aber erst Mitte April verkünden.

Strange erklärte, dass sie gerne bereit sei, wegen ihres Fehlers 3.000 Euro zu spenden. Am liebsten an einen Verein, der Kindern hilft.

Kampagne gegen Hass im Netz

Nur wenige Monate nach dem Snapchat-Ausraster machte Bonnie Strange bei einer Kampagne gegen Hass im Internet mit. Dort schrieb sie auf Englisch: "Hetze im Netz kann Menschen verletzen, auch wenn es 'nur' online ist. Vergiss das nie. Schade keinen anderen Menschen. Verbreite keinen Hass. Und sei kein Arschloch und kein Verlierer."

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Stand: 27.02.2019, 16:05