Millionen-Schaden für Bonner Münstergemeinde

Bonner Münster

Millionen-Schaden für Bonner Münstergemeinde

  • Erzbistum Köln prüft "Bonner Münster-Affäre"
  • 3,5 Millionen Euro zweckentfremdet
  • Ex-Stadtdechant kündigt Erklärung an

Das Ausmaß des Finanz- und Vermögensschadens in der Bonner Münstergemeinde ist dreimal höher als bisher bekannt. Nach Analysen des Kölner Erzbistums wurden in der Bonner Gemeinde rund 3,5 Millionen Euro zweckentfremdet. Der damals amtierende Stadtdechant Wilfried Schumacher hatte daher bereits Mitte vergangenen Jahres sein Amt aufgegeben.

Erzbistum macht Stadtdechant verantwortlich

Schumacher wird vom Erzbistum Köln dafür verantwortlich gemacht, hohe Summen abgezweigt zu haben. Im Mai des vergangenen Jahres, so die hausinterne Prüfung, wäre die Münstergemeinde damit endgültig zahlungsunfähig geworden. Ob er selbst jeweils Nutznießer dieser Ausgaben war oder andere, wollte das Erzbistum nicht sagen.

Schadenssumme laut Schumacher-Anwalt utopisch

Die Situation in Bonn stelle einen in Ausmaß und Höhe singulären Fall dar, so das Erzbistum. Zentrale Verantwortung dafür trage der frühere Stadtdechant. Schumacher selbst wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Sein Anwalt kündigte für kommende Woche eine umfangreiche Erklärung an. Die Schadenssumme halte er für utopisch, ließ er vorab wissen.

Stand: 01.02.2019, 19:43

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