Urteil um Bauernstreit am Bonner Amtsgericht

Urteil um Bauernstreit am Bonner Amtsgericht

Im Prozess um einen Streit unter Bauern in Alfter hat das Bonner Amtsgericht einen 59-jährigen Landwirt wegen fahrlässiger Körperverletzung zu 9000 Euro Geldstrafe verurteilt.

Außerdem muss er dem verfeindeten Bauern 200 Euro Schmerzensgeld zahlen. Der Angeklagte war während eines Streits mit seinem Traktor rückwärts auf den Kontrahenten losgefahren und hatte den 40-Jährigen mit dem rechten Hinterrad zu Fall gebracht, dabei wurde dessen linker Fuß vom Rad überrollt.

Wegen des frisch gepflügten Ackerbodens wurden schlimmere Verletzung verhindert. Der Behauptung des Angeklagten, der Kontrahent könne wegen der geringen Verletzung nicht unter dem Traktorrad gelandet sein, widersprach ein eigens bestellter Gerichtsmediziner.

Allerdings konnte der Amtsrichter keinen Vorsatz nachweisen. Der Angeklagte hatte beteuert, dass der 40-Jährige hinter seinen Traktor gesprungen sei, als er bereits den Rückwärtsgang eingelegt hatte. 

Bei dem Streit der beiden Bauern ging es um die Frage, wem ein Flurstück zur Tatzeit gehört hat: Der Angeklagte ärgerte sich, dass der 40-Jährige, seiner Ansicht nach, unbefugt den Acker gepflügt hatte. Um ihn zur Rede zu stellen, war er mit dem Traktor auf die mit Hafer frisch eingesäte Scholle gefahren.

Stand: 04.02.2019, 14:02