Bonner Ex-Stadtdechant einigt sich mit Erzbistum Köln

Stadtdechant Wilfried Schumacher

Bonner Ex-Stadtdechant einigt sich mit Erzbistum Köln

  • Erzbistum Köln legt Streit mit Bonner Ex-Stadtdechanten bei
  • Wilfried Schumacher soll 3,5 Millionen Euro zweckentfremdet haben
  • Schumacher zahlt mittleren fünfstelligen Betrag
  • Beide Parteien verzichten auf juristische Schritte

Das Erzbistum Köln hat sich mit dem ehemaligen Bonner Stadtdechanten Wilfried Schumacher außergerichtlich geeinigt. Ihm wurde vorgeworfen, bis zu 3,5 Millionen Euro zweckentfremdet ausgegeben zu haben. Schumacher hatte bisher jegliche Vorwürfe abgestritten.

Dennoch zahlte er einen mittleren fünfstelligen Betrag, woraufhin beide Seiten am Mittwoch (29.05.2019) auf eine vermutlich langjährige gerichtliche Klärung verzichteten. Die Einwilligung in diese hohe Zahlung deuten Beobachter als Eingeständnis einer Mitverantwortung.

Ende eines Millionen-Skandals

In der Bonner Innenstadt-Gemeinde waren bis zu 3,5 Millionen Euro zweckentfremdet ausgegeben worden. Unter der Verantwortung des ehemaligen Stadtdechanten soll das sogenannte Substanzvermögen, also die eiserne Reserve der Innenstadtgemeinde aufgebraucht worden sein. Sie stand offenbar kurz vor der Insolvenz. Schumacher hatte sein Amt daraufhin niedergelegt.

Neue Vorwürfe gegen Ex-Stadtdechant Schumacher 02:12 Min. Verfügbar bis 04.02.2020 Von Jochen Hilgers

Stand: 31.05.2019, 14:29