Erste Hinweise nach Bombendrohung am Bonner Hauptbahnhof

Der Bonner Hauptbahnhof war am Sonntag nach einer Bombendrohung für mehrere Stunden gesperrt.

Erste Hinweise nach Bombendrohung am Bonner Hauptbahnhof

  • Unbekannter Anruf mit Bombendrohung von Telefonsäule
  • Polizei sucht nach Zeugen
  • Bahnhof war mehrere Stunden weiträumig abgesperrt

Nach einer Bombendrohung im Bonner Hauptbahnhof am Sonntag (26.01.2020) sucht die Polizei nun nach Zeugen. Inzwischen ist klar, dass der Drohanruf von einer Telefonsäule an der Poppelsdorfer Allee kam, in der Nähe der Unterführung zum Kaiserplatz. Zeugen, die am Sonntag zwischen 14 Uhr und 14:30 Uhr etwas gesehen haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Wegen einer Bombendrohung hat die Polizei am Sonntagnachmittag den Bereich rund um den Bonner Hauptbahnhof weiträumig abgesperrt. Gegen 14:10 Uhr war ein Anruf in der Einsatzleitstelle der Polizei eingegangen. Ein Unbekannter warnte vor einer Bombe im Bahnhof.

Bahnhof evakuiert

Die Polizei rückte sofort mit einem starken Aufgebot zum Bahnhof aus. Zuerst wurde der Bahnhof durchsucht. Als dabei nichts Verdächtiges gefunden wurde, entschloss sich die Polizei gegen 15:30 Uhr, den Bahnhof weiträumig abzusperren und komplett zu evakuieren. Mehr als 60 Beamte sicherten die Wege aus der Innenstadt zum Bahnhof.

Danach rückten Hundestaffeln und Sprengstoffexperten an, die das Gelände durchkämmten. Auf einem Bahnsteig wurde ein herrenloses Gepäckstück entdeckt, das sich jedoch als harmlose Reisetasche erwies.

Busse, S-und U-Bahnen stehen still

Von der Sperrung waren vor allem die Fahrgäste der Deutschen Bahn und des ÖPNV in Bonn betroffen. Züge durften den Bonner Bahnhof nicht mehr passieren; Busse und Bahnen der Stadtwerke Bonn steckten rund um den Bahnhof fest.

Auch die Bahnen in Richtung Köln, die in diesem Bereich unterirdisch fahren, durften nicht durch. Für die Fahrgäste bedeutete das: zu Fuß durch die Innenstadt zum Bertha-von-Suttner-Platz und von dort mit Bus oder Bahn zum Beueler Bahnhof. Da konnten die Passagiere Züge nach Köln oder Richtung Süden erwischen.

Erneute Streckensperrung am Abend

Die Suche im Bahnhof ging derweil mit Hochdruck weiter und sollte eigentlich schon um 17 Uhr beendet sein. Dieser Zeitpunkt musste dann aber immer weiter nach hinten verschoben werden. Zuletzt wurde um 18:45 Uhr die Suche ergebnislos beendet. Ob die Polizei schon einen Hinweis auf den Anrufer hat, wollen die Ermittler am Montag bekannt geben.

Gegen 19:30 Uhr dann erneut eine Warnmeldung der Bahn: Im Bereich der DB-Haltestelle UN-Campus seien Menschen auf den Gleisen gesichtet worden. Bis 20:15 Uhr musste der gerade erst gestartete Zugverkehr erneut eingestellt werden - Personen wurden nicht gefunden. Die Züge fahren wieder, verspäteten sich aber zunächst weiter, weil sie auf Nebenstrecken umgeleitet worden waren. 

Stand: 27.01.2020, 10:29

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