Bombenfund verhindert Schulstart an Aachener Grundschule

Ein grüner Bagger mit Bohrkopf macht Punktbohrungen auf dem Hof vor dem Gebäude der Hanbrucher Grundschule

Bombenfund verhindert Schulstart an Aachener Grundschule

  • Schulstart an Aachener Grundschule verzögert sich
  • Spezialbohrer stieß auf Phosphorbombe
  • Schulgelände muss wieder hergerichtet werden

Für die rund 200 Grundschüler in Aachen-Hanbruch startet der Unterricht mit deutlicher Verspätung. Auf dem Schulgrundstück wurde am Montagnachmittag (26.08.2019) eine Phosporbombe entdeckt. Nach ihr war gezielt gesucht worden.

Bomben-Hinweis durch Luftaufnahmen

Mit zwei Spezialbohrern und Sonden hatte eine Firma am Montagmorgen (26.08.2019) damit begonnen, auf dem Gelände nach möglichen Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg zu suchen. Zwei Stellen kamen nach Analyse von Luftaufnahmen dafür in Betracht.

Bereits zu diesem Zeitpunkt war klar, dass der Unterrichtsbeginn wegen der Bombensuche verschoben werden musste.

Bombe ist ungefährlich

Bis zu sieben Meter tief gruben sich die langen Bohrer in die Erde. Durch die Löcher wurden Sonden in die Tiefe gelassen, die eisenhaltige Gegenstände feststellen können. Bereits nach kurzer Zeit wurden sie fündig.

Der Kampfmittelräumdienst wird die Phosphorbombe nun nach Hünxe im Kreis Wesel bringen. Üblicherweise werden solche Bomben dort verbrannt. Gefährlich sei die Bombe nicht, sagte ein Stadtsprecher. Darin sei zwar noch weißer Phospor, aber die Brandflüssigkeit sei ausgelaufen.

Löcher müssen verfüllt werden

Trotzdem darf jetzt niemand auf das Schulgrundstück. Die Löcher, die durch die Spezialbohrer entstanden sind, müssen erst verfüllt werden. Bis kommenden Montag (02.09.2019) soll der Schulhof soweit in Ordnung sein, dass die rund 200 Kinder in die Schule können. Für die Grundschüler, die nicht privat betreut werden können, hat die Stadt eine Notgruppe eingerichtet.

Bombenfund verhindert Schulstart

00:23 Min. Verfügbar bis 26.08.2020

Stand: 26.08.2019, 16:12