Bombe in Düsseldorf mit großer Verzögerung entschärft

Zwei Mitarbeiter des Kampfmittelbseitigungsdiensts mit der entschärften Düsseldorfer Bombe

Bombe in Düsseldorf mit großer Verzögerung entschärft

  • Weltkriegsbombe in Düsseldorf erst Samstagfrüh entschärft
  • Verzögerungen, weil Anwohner Wohnungen nicht verlassen wollten
  • 500 Einsatzkräfte halfen bei Evakuierung

Am frühen Samstagmorgen (18.01.2020) ist auf dem Gelände der ehemaligen Justizvollzugsanstalt in Düsseldorf-Derendorf eine Weltkriegsbombe entschärft worden. Der 500 Kilogramm schwere Blindgänger war bei Bauarbeiten auf dem Gelände entdeckt worden.

Verzögerungen bei der Entschärfung

Rund 12.000 Menschen hatten vor der Entschärfung aus Sicherheitsgründen ihre Wohnungen verlassen müssen, darunter 200 Bewohner aus zwei Altenheimen. Immer wieder musste die Polizei Anwohner überzeugen, die sich weigerten, das Evakuierungsgebiet zu verlassen. Die Entschärfung der britischen Zehn-Zentner-Bombe konnte deshalb erst mit einiger Verzögerung beginnen.

Im Evakuierungsbereich lagen zwei Altenheime, die für die Entschärfung geräumt werden mussten. Die rund 200 Seniorinnen und Senioren wurden zwischenzeitlich in anderen Einrichtungen oder Bürogebäuden untergebracht. Im Max-Planck-Gymnasium im Ortsteil Stockum wurden mehr als 500 Menschen von den Einsatzkräften betreut.

Staus nach Eishockey-Spiel

Im Straßenverkehr kam es zu einigen Staus und Verzögerungen. Bus- und Straßenbahnlinien wurden umgeleitet. Auch die Abreise von rund 12.000 Eishockey-Fans aus dem ISS Dome verzögerte sich durch die Sperrungen.

Zunächst war befürchtet worden, dass auch der Flugverkehr am Düsseldorfer Airport eingestellt werden müsste. Da die Entschärfung aber nach 23 Uhr stattfand, waren in Düsseldorf aufgrund des Nachtflugverbots schon alle Flugzeuge am Boden.

Die Rettungskräfte führten insgesamt 480 Krankentransporte durch, um erkrankte Patienten aus dem Gefahrenbereich zu evakuieren. Um 1:11 Uhr Uhr konnte die Feuerwehr den Bereich um das Gelände der ehemaligen JVA "Ulmer Höh" wieder freigeben. Die Entschärfung dauerte rund 30 Minuten.

Stand: 18.01.2020, 09:27