Bombe an Uniklinik Köln entschärft

Bombe an Uniklinik Köln entschärft

Die bei Bauarbeiten in Köln-Lindenthal gefundene Weltkriegsbombe ist am Mittwoch erfolgreich entschärft worden.

Der 5-Zentner-Blindgänger, den Bauarbeiter am Dienstag nahe der Uni-Klinik in Köln-Lindenthal gefunden hatten, konnte am Mittwoch erfolgreich entschärft werden. Bei der Entschärfung kam eine sogenannte Raketenklemme zum Einsatz, mit der der Aufschlagzünder von der Bombe gelöst wurde.

Geburtsstation der Uniklinik von Evakuierung betroffen

Nicht nur Privathaushalte und Gewerbebetriebe, sondern auch die Frauenklinik mit Geburtsstation, die Zahnklinik und die Klinik für Orthopädie der Uniklinik sowie das Krankenhaus Weyertal mit 150 Patienten mussten evakuiert werden.

Vorläufiger Evakuierungsradius

Vorläufiger Evakuierungsradius

In der Frauenklinik betraf die Evakuierung rund 55 Patienten, darunter auch frühgeborene Säuglinge. Sie wurden in sichere Teile der Uni-Kliniken verlegt. Aufwendige Transporte von Frühchen im Brutkasten mit Spezialfahrzeugen konnten vermieden werden.

Gefahrenbereich von mindestens 300 Metern

Das Ordnungsamt hatte am Mittwochmorgen begonnen, die Wohnhäuser in dem betroffenen Viertel zu evakuieren. 1.100 Anwohner mussten am Vormittag ihre Wohnungen verlassen. Mehrere Corona-Indexpatienten und zehn registrierte Kontaktpersonen wurden isoliert untergebracht.

32 Gebäude der Kölner Universität blieben am Mittwoch geschlossen. Darunter auch die Universitäts- und Stadtbibliothek, ein Hörsaalgebäude, eine Mensa, zwei Kitas und das Prüfungsamt. Allein im Jahr 2019 wurden in Köln 26 Weltkriegsbomben entschärft.

Anwohner können zurück in ihre Häuser

Die Verkehrssperrungen werden jetzt sukzessive aufgehoben – dabei kann es wegen einiger Rücktransporte von Patientinnen und Patienten auf dem Klinikgelände und ins Krankenhaus Weyertal, sowie durch Krankentransporte von Anwohnern, zu Verzögerungen kommen. Anwohner können wieder zurück in ihre Häuser und Wohnungen.

Stand: 21.10.2020, 17:06