Böllerverbot in der Kölner Altstadt an Silvester

Explodierender Silvesterböller

Böllerverbot in der Kölner Altstadt an Silvester

In der Kölner Altstadt sind Knaller zu Silvester in diesem Jahr verboten. Das soll Ansammlungen vermeiden und Krankenhäuser schonen.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker verkündete am Freitag in einer Pressekonferenz des Krisenstabs, dass es in diesem Jahr ein Böllerverbot in der Altstadt geben wird. Zudem soll es eine Werbekampagne für verantwortungsvolles Feiern an Silvester geben - ähnlich der Kampagne zum 11.11.

Reker betonte aber auch, dass man Familien außerhalb der Altstadt das Abbrennen von Feuerwerk grundsätzlich nicht untersagen wolle. Allerdings sei auch da "das letzte Wort noch nicht gesprochen", da man abwarte, was das Land vorgibt.

Entscheidung des Landes steht noch aus

Nordrhein-Westfalen will noch im November entscheiden, ob es ein allgemeines Böllerverbot an Silvester geben soll. Die Frage werde gemeinsam mit den Beschlüssen zur Aktualisierung der Coronaschutzverordung gelöst, hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag gesagt.

"Es ist vollkommen klar, wenn es Kontaktbeschränkungen gibt und sich nur noch Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen, dann kann man natürlich nicht mehr so auf der Straße zusammenstehen, wie wir das sonst an Silvester tun", so Laumann.

Krankenhäuser sollen geschont werden

Der Essener Uniklinik-Chef Jochen A. Werner plädierte für einen Verzicht auf Silvesterfeuerwerk. Aus medizinischer Sicht sei es sinnvoll, dieses Jahr auf das Silvesterfeuerwerk zu verzichten, um das ohnehin angespannte Gesundheitssystem nicht noch mehr zu belasten: "Feuerwerk verursacht deutschlandweit Tausende von Unfällen. Das sind Verbrennungen und weitere Verletzungen, meist an Händen und Kopf, wie Augenunfälle und Knalltrauma."

Betroffen seien die Notaufnahmen und der ärztliche Notdienst und in den Folgetagen HNO-Mediziner und Augenärzte sowie die Krankenhäuser generell. Die beste Vorsorge sei deshalb, auf das Feuerwerk zu verzichten. "Jeder sollte so seinen kleinen Beitrag zur Bewältigung der Pandemie leisten."

Stand: 20.11.2020, 16:43

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