NRW-Forscher suchen Blutspenden für Migranten

NRW-Forscher suchen Blutspenden für Migranten

  • Spender aus Afrika und dem Nahen Osten gesucht
  • Migranten vertragen oft keine europäischen Blutkonserven
  • Bluteigenschaften unterschiedlicher Ethnien werden erforscht
Mutter neben dem Arzt

Elizabeth Y. und Dr. Thomas Zeiler

Elizabeth Y. aus Mettmann bittet öffentlich um Hilfe. Ihr Sohn hat eine lebensbedrohliche Blutkrankheit. Helfen kann ihm nur eine Stammzellspende. Doch europäisches Blut führt bei Migranten und Flüchtlingen aus Afrika oder dem arabischen Raum häufig zu Abstoßungserscheinungen mit schweren gesundheitlichen Folgen, bis hin zum Tod.

Bundesweit einzigartiges Forschungsprojekt

Dr. Thomas Zeiler, Leiter des DRK-Blutspendedienstes West in Ratingen, hat deshalb ein Forschungsprojekt angestoßen, gemeinsam mit Universitätskliniken in Düsseldorf und Essen und dem Caritasverband. Es heißt "Blustar.NRW". Gesucht werden potentielle Blut-und Stammzellspender aus afrikanischen Ländern, aber auch aus dem Mittleren und Nahen Osten und aus der Türkei.

Förderung durch die EU

Ein Bluttropfen und etliche Landesflaggen auf einem Plakat

Das Werbebanner der Aktion

Gerade bei Patienten, die in den letzten Jahren zugewandert sind, gibt es Schwierigkeiten bei der Versorgung. Gleichzeitig sollen mit dem von der Europäischen Union geförderten Projekt die unterschiedlichen Blut-und Stammzelleneigenschaften unterschiedlicher Ethnien weiter erforscht werden.

Migranten mit außereuropäischen Wurzeln sollen spenden

Mit einer groß angelegten Werbekampagne in mehreren Sprachen wenden sich alle Kooperationspartner deshalb an Zugewanderte mit außereuropäischen Wurzeln. Sie sollen sich als Blut-oder Stammzellspender typisieren lassen, um Menschen mit einem besonderen ethnischen Hintergrund zu helfen.

Stand: 26.02.2019, 13:08