Deutsche Bischofskonferenz äußert sich zur Segnung homosexueller Paare

Ein Bischof hält während einer katholischen Messe ein Kreuz in den Händen

Deutsche Bischofskonferenz äußert sich zur Segnung homosexueller Paare

Von Tobias Al Shomer

Dürfen Homosexuelle gesegnet werden? Im Vatikan hat man sich entschieden homosexuelle Partnerschaften nicht anzuerkennen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn äußert sich dazu.

Die Note der Glaubenskongregation des Vatikans mit dem Titel „Responsum ad dubium“, übersetzt "Antwort auf einen Zweifel", ist eindeutig: Homosexuelle Partnerschaften dürfen nicht anerkannt und schon gar nicht gesegnet werden.

Bischof Georg Bätzing zum Schreiben

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn, Georg Bätzing, reagierte zurückhaltend. In einer Stellungnahme erklärte er, dass es in Deutschland und anderen Teilen der Weltkirche seit längerem Diskussionen darüber gebe, in welcher Weise die katholische Lehre vorangebracht werden könne. Auf Fragen dieser Art gäbe es keine einfachen Antworten. Das Schreiben der Glaubenskongregation wurde mit Zustimmung von Papst Franziskus veröffentlicht.

Reform-Rückschritt

Die Reformbewegung „Wir sind Kirche“ äußerte scharfe Kritik. Die Entscheidung des Vatikans bestätige Staaten, die homosexuelle Menschen diskriminierten und teils sogar Todesstrafen deshalb verhängten. Für den Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland sei das ein Rückschlag. In der Evangelischen Kirche sind Segnungen homosexueller Paare weit verbreitet, teils auch kirchliche Trauungen.

Stand: 15.03.2021, 18:42