BHC verbietet Handballern Besuch des Zoo-Stadions

Das Stadion am Zoo in Wuppertal, Blick auf die Nordtriübüne, auf der Blockfahnen gespannt sind

BHC verbietet Handballern Besuch des Zoo-Stadions

  • Verbot als Reaktion auf Vorfall im Oktober
  • Vorwurf: WSV-Fans hinderten BHC-Teammitglieder am Stadion-Besuch
  • Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Verdächtige

Der Handball-Bundesligist Bergischer HC hat seinen Spielern untersagt, das Wuppertaler Stadion am Zoo zu betreten. Hintergrund ist nach Angaben von BHC-Geschäftsführer Jörg Föste ein Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern des BHC-Bundesliga-Teams und WSV-Fans im Oktober.

WSV-Fans verlangten zusätzliches Eintrittsgeld

Demnach seien vier Mitglieder des Bundesliga-Teams des BHC, die die Partie des Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV gegen Rot-Weiß Oberhausen sehen wollten, von WSV-Anhängern am Zugang zu der Stehtribüne gehindert worden. Die BHC-Mitglieder, die bereits Stehplatz-Karten gekauft hatten, tauschten ihre Karten anschließend gegen Sitzplatz-Karten um.

Doch auch der Zugang zu der Sitzplatz-Tribüne blieb den Handballern wohl verwehrt. Die Fußball-Anhänger hätten ein zusätzliches Eintrittsgeld in Höhe von zehn Euro verlangt. Daraufhin wandten sich die Mitglieder des Handball-Teams an die Polizei. Die ermittelte zwei Verdächtige.

Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Fall

Der Vorfall wurde erst am Mittwoch (19.12.2018) durch einen anonymen Brief an Wuppertaler Zeitungen bekannt. Der Fußball-Regionalligist hat laut WDR-Recherche bereits ein Stadionverbot gegen vier Anhänger verhängt.

Nun liegt der Fall bei der Wuppertaler Staatsanwaltschaft. Die ermittelt bislang gegen zwei Verdächtige. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft wurden die BHC-Teammitglieder eher zufällig Opfer der Drangsalierungen. Die BHC-Leute seien nicht als Vereinszugehörige zu erkennen gewesen. Der WSV hat zu dem Vorfall noch nicht offiziell Stellung genommen.

Stand: 20.12.2018, 11:48