Datenschutz-Beauftragter: Vertrauen ist der Rohstoff

Datenschutz-Beauftragter: Vertrauen ist der Rohstoff

Von Angelika Becker

  • Ulrich Kelber seit einem Jahr Bundesbeauftragter bei BfDI
  • Positive Zwischenbilanz zum ersten Amtsjahr
  • Ziel: Vertrauen in die Datenverarbeitung gewinnen

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit zieht nach einem Jahr im Amt eine erste Zwischenbilanz. Nicht Daten, sondern Vertrauen seien der Rohstoff des 21. Jahrhunderts.

Seit Januar 2019 ist der Bonner Ulrich Kelber der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit. Ein jahr darauf, am Mittwoch (08.01.2020) zieht er eine insgesamt positive Bilanz seines ersten Amtsjahres.

Kontrolle über Daten behalten

Für 2020 kündigt er Positionierungen zu wichtigen datenschutzrechtlichen Fragen an. Datenschutz sei Grundrechtsschutz und so müsse der Mensch als selbstbestimmtes Individuum stets die Kontrolle über seine Daten behalten.

Kelber sieht seine Aufgabe darin, dass die Datenschützer sich weiter dafür einsetzen, dass diese Kontrolle und damit auch das Vertrauen in die Datenverarbeitung zurückgewonnen wird.

Die wichtigsten Meilensteine

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit arbeitete an wichtigen Meilensteinen wie der "Hambacher Erklärung der Datenschutzkonferenz zur Künstlichen Intelligenz" oder der Abschlusserklärung der Datenethikkommission mit. Er verhängte die ersten Geldbußen gegen Telekommunikationsanbieter.

Ulrich Kelber ist seit dem 7. Januar 2019 der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit. Er ist für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt.

Stand: 08.01.2020, 17:18

Weitere Themen