Betrug mit Düsseldorfer Briefkastenfirma?

Bilder von Briefen einer Briefkastenfirma.

Betrug mit Düsseldorfer Briefkastenfirma?

  • Prozess um Abzock-Masche ausgesetzt
  • Angeklagter kam nicht
  • Schaden von 1,2 Millionen Euro aufgelistet

Das Düsseldorfer Landgericht hat heute den Prozess um eine vermutete Abzock-Masche mit Handelsregistereinträgen aussetzen müssen. Der Angeklagte aus dem niederländischen Almere war nicht zur Verhandlung erschienen. Wie es heißt, hat auch sein Pflichtverteidiger den 34-Jährigen schon länger nicht mehr erreichen können.

Überflüssige Verträge angedreht?

Dem Niederländer wird gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. Er soll vor drei Jahren Existenzgründern überflüssige Verträge über Einträge ins Handelsregister angedreht und so 1,2 Millionen Euro ergaunert haben. Über eine in Düsseldorf ansässige Firma hatte er laut Anklage amtlich wirkende Schreiben bundesweit an zahlreiche Jungunternehmer verschickt.

Anklage geht von 1.700 Geschädigten aus

Knapp 1.700 von ihnen glaubten, es wären Rechnungen für den schon längst erfolgten Eintrag im Handelsregister und überwiesen jeweils bis zu 740 Euro auf ein Bankkonto. Auffällig war, dass der Niederländer die von den Unternehmern eingezahlten Gelder immer in ein und derselben Bank-Agentur in Wiesbaden abgehoben hatte.

Noch kein neuer Verhandlungstermin

Ob der Angeklagte der Strippenzieher der Betrugsmasche oder in seiner Funktion als Geschäftsführer der Düsseldorfer Briefkastenfirma nur ein Strohmann war, müsse noch geklärt werden, sagt der zuständige Staatsanwalt. Ein neuer Verhandlungstermin steht noch nicht fest.

Stand: 14.08.2019, 12:04

Weitere Themen