JVA-Inhaftierte leiden unter Kontaktverboten

Blick aus einer Zelle in der Justizvollzugsanstalt Wuppertal-Ronsdorf

JVA-Inhaftierte leiden unter Kontaktverboten

Wegen der Corona-Krise beklagen sich viele Gefangene, dass sie kaum noch Kontakt zu ihren Familien haben dürfen. Besuche sind in allen NRW-Haftanstalten seit zwei Monaten verboten.

Viele Familien stünden vor dem Aus, beklagt sich zum Beispiel ein Gefangener in der JVA Euskirchen. Monatelang die eigenen Kinder oder Partner nicht mehr sehen zu können, das mache alles kaputt.

Immerhin aber dürften die Insassen momentan mehrmals pro Woche ihr Handy nutzen, wenn sie eines haben, heißt es dort von der Anstaltsleitung. Andere Gefängnisse wie zum Beispiel in Rheinbach oder Köln bieten den Insassen zumindest die Möglichkeit, über Videotelefonie in Verbindung mit der Familie zu bleiben. Dafür wurden extra neue so genannte Skype-Besuchsplätze eingerichtet. Die soll es bald auch in Euskirchen geben.

Corona in Gefängnissen: Hoch ansteckend Monitor 30.04.2020 06:10 Min. UT Verfügbar bis 30.04.2099 Das Erste Von Herbert Kordes, Aiko Kempen

Stand: 18.05.2020, 14:12