Erster Berufsinformationstag der Feuerwehr Düsseldorf

Berufsinformationstag Feuerwehr Düsseldorf Atemschutzübungsstrecke

Erster Berufsinformationstag der Feuerwehr Düsseldorf

Von Ina Reuter

- Erster Berufsinformationstag bei der Feuerwehr Düsseldorf
- Feuerwehr hat 26 freie Ausbildungsplätze
- Nachwuchskräfte können sich bis 30. November 2019 bewerben

Albtraum oder Traumjob? Bei der Feuerwehr zu arbeiten, klingt für die 17-jährige Melissa aus Düsseldorf spannend. Aber sie ahnt schon: es ist auch riskant und knochenhart. Beim ersten Berufsinformationstag der Feuerwehr Düsseldorf am Samstag (31.08.2019) kann sie vier Disziplinen aus der Sportprüfung des Einstellungstestes ausprobieren.

Die schwerste Herausforderung: einen 75 Kilogramm schweren Dummy drei Runden ziehen. Und zwar in maximal 60 Sekunden! Da brechen fast alle der männlichen Interessenten vorher zusammen. Und auch Melissa schafft nur eine Runde. "Das brennt in den Oberschenkeln wie Feuer", schnauft sie mit hochrotem Kopf.

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Die schwierigste Prüfung: einen 75 Kilo schweren Dummy ziehen

Nächste Station: die Drehleiter dreißig Meter hoch gen Himmel klettern. Und zwar in maximal 60 Sekunden. "55 Sekunden! Bisher beste Zeit des Vormittags!", lobt sie der diensthabende Feuerwehrmann. Melissa hat es als bisher einzige in der Zeit geschafft. Ihre männlichen Mitinteressenten staunen.

Die Feuerwehr der Landeshauptstadt sucht dringend neue Auszubildende. "Von 800 Bewerbern schaffen es in der Regel leider nur zehn", erzählt Stefan Gobbin von der Feuerwehr Düsseldorf. 26 Ausbildungsplätze sind aber frei. Die Ausbildung dauert achtzehn Monate. Verdienst 2.400 Euro im Monat brutto. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 30. November diesen Jahres.

Berufsinformationstag Feuerwehr Düsseldorf

Geschafft! Interessentin Melissa hat sich durch die Atemschutzübungsstrecke getraut

Melissa will sich auf jeden Fall bewerben. Im Moment macht die 17-Jährige noch eine Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten. Wenn sie die Lehre abgeschlossen hat, will sie umsatteln. "Ich glaube, Feuerwehrfrau ist mehr was für mich", sagt sie. Ehrenamtlich ist Melissa schon lange als Rettungssanitäterin auf Großveranstaltungen im Einsatz. "Jetzt muss ich noch mehr Kraft und Ausdauer trainieren", nimmt die junge Frau sich vor. Dann ist sie vielleicht bald Brandmeisterin in Ausbildung.

Stand: 01.09.2019, 15:57