Künstliche Intelligenz: Neues Forschungszentrum in Wuppertal

Neues Forschungszentrum der Wuppertaler Uni 03:08 Min. Verfügbar bis 27.03.2020

Künstliche Intelligenz: Neues Forschungszentrum in Wuppertal

  • Bergische Uni gründet neues Forschungszentrum
  • Schwerpunkte: Maschinelles Lernen und Datenanalyse
  • Automobilindustrie könnte profitieren

Am Campus Freudenberg der Bergischen Universität in Wuppertal ist am Montag (25.03.2019) das Interdisziplinäre Zentrum für Machine Learning und Data Analytics (IZMD) eröffnet worden. Die Fachbereiche Informationstechnik/Elektrotechnik und Mathematik sollen so gemeinsam an Methoden der Künstlichen Intelligenz forschen. Auch NRW-Wirtschafts- und Innovationsminister Andreas Pinkwart ist dafür nach Wuppertal gekommen.

Automobilindustrie könnte profitieren

Campus Freudenberg der Bergischen Universität Wuppertal

"Wir haben ja schon losgelegt. Wir sind dabei neue, große Projekte aufzulegen. Gerade ist hier im Bergischen die Modellregion Smart City ausgerufen worden", sagt Professor Anton Kummert, einer der Gründer des Zentrums. Hinter dem eher abstrakten Begriff der Künstlichen Intelligenz stecken besonders viele Zukunftsanwendungen. Vor allem die rund 250 Zulieferer der Automobilindustrie im Bergischen Land könnten nach Ansicht des IZMD von diesen Technologien profitieren.

Monitor Bildschirm zeigt vier verschiedenen Animationen

Das Autonome Fahren ist dabei die wohl größte Herausforderung. Die Forscher an der Universität beschäftigen sich hier vor allem mit der automatisierten Bilderkennung. Die Computer lernen selbstständig zwischen Straße, Mensch oder Fahrzeug zu unterscheiden. Beim Maschinellen Lernen entwickelt nicht der Forscher die mathematische Formel – das macht die Software eigenständig. Auch für die Wissenschaftler ist das eine Umstellung.

Auswirkungen auf Unternehmen

Hanno Gottschalk, Mitgründer des IZMD, versucht dabei zu verhindern, dass der Begriff der Künstlichen Intelligenz überstrapaziert wird. Während mittelständische Unternehmen dadurch vielleicht notwendige Impulse bekommen, werde auch oft Angst verbreitet - etwa vor dem Verlust von Arbeitsplätzen. "Das ist das, was wir nicht wollen", betont der Professor.

Stand: 27.03.2019, 14:10