73. Bergische Kunstausstellung eröffnet

Werke der Bergischen Kunstausstellung Solingen

73. Bergische Kunstausstellung eröffnet

230 Bewerbungen für die Ausstellung
Kunstpreis für Videoinstallation
Überraschend neue Ansätze

Das Kunstmuseum Solingen zeigt von Freitagabend (30. August 2019) an die 73. Internationale Bergische Kunstausstellung. Aus etwa 230 Bewerbungen hat die Jury 15 Künstlerinnen und Künstler ausgewählt, die bis Ende Oktober ihre Arbeiten präsentieren.

Hohes Niveau

Künstler vor einer Reihe aufgehängter Lineale

Künstler David Semper vor seinem Werk

Die namhaft besetzte Jury hat solche Arbeiten ausgesucht, die einen innovativen und spannenden Ansatz versprechen. Es sei jedes Jahr überraschend, dass die beteiligten Künstler immer wieder neue Wege für ihre Kunstwerke finden, sagt die stellvertretende Leiterin des Kunstmuseums, Gisela Elbracht.

Zu sehen sind Videoarbeiten, Skulpturen, Malereien, Fotografien und Installationen. Sie geben einen Einblick in das vielfältige Kunstschaffen im Bergischen Land. Die meisten der Künstler sind Absolventen der Kunstakademie in Düsseldorf.

Ausgezeichnete Videoarbeit

Den Bergischen Kunstpreis erhält in diesem Jahr die Künstlerin Silke Schönfeld für ihre Videoarbeit „komm und guck selber“. In ihrem Video korrigiert eine Lehrerin einen Aufsatz. Sie berichtigt orthografische und grammatikalische Fehler, achtet aber nicht auf den Inhalt. Dabei handelt es sich um einen IS-Propagandatext. Damit hinterfragt Schönfeld die reglementierte Routine eines Systems, das formale Normen über Inhalte stellt. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Video-Installation von Silke Schönfeld

Die preisgekrönte Video-Installation von Silke Schönfeld

Bis zum Ende der Bergischen Kunstausstellung können die Besucher mit ihrer Stimme über den Publikumspreis entscheiden. Für diese Ehrung gibt es zum Ende der Schau noch einmal 1.500 Euro.

Stand: 29.08.2019, 17:12