Bergische Bürgerinitiativen kämpfen für Grünflächen

Rettet die Grünflächen: Neuer Initiativkreis Lokalzeit2go - Bergisches Land 05.12.2019 03:23 Min. Verfügbar bis 05.12.2020 WDR Wuppertal

Bergische Bürgerinitiativen kämpfen für Grünflächen

  • Acht Bürgerinitiativen gründen "pro Naturraum"
  • Bebauung soll verhindert werden
  • Grünflächen wichtig für Stadtklima

Mit vereinten Kräften gegen geplante Bebauung: Ende November haben sich acht Bürgerinitiativen zusammengetan, um gemeinsam für die Rettung der letzten zusammenhängenden Grünflächen in den Städten im Bergischen Land zu kämpfen.

Ackerland und Naherholung

Kleine Höhe soll bleiben

Zu dem neuen Initiativkreis "pro Naturraum" gehört unter anderem die Bürgerinitiative "Kleine Höhe" aus Wuppertal. Sie will verhindern, dass die Stadt Wuppertal auf der Kleinen Höhe eine forensischen Klinik baut. Auch dabei ist die Bürgerinitiative "Große Feld" aus Velbert, die verhindern will, dass aus 27 Hektar Ackerland ein Gewerbegebiet wird. Auch die Solinger Initiative "Rettet das Ittertal" ist mit dabei.

Brachliegende Flächen reaktivieren

In Hinblick auf den Klimawandel sei ein solcher Flächenfraß unverantwortlich, sagt Cornelius Arendt von "pro Naturraum". Die Städteplaner sollten stattdessen brach liegende Flächen in den Innenstädten wie ehemalige Industriegelände neu entwickeln, um Gewerbe anzusiedeln und Wohnungen zu schaffen. Denn auch viele Unternehmen wollten heute nicht mehr auf die grüne Wiese ziehen.  

Grünflächen wichtig für Stadtklima

Größe Grünflächen seien wichtig für das Stadtklima, das sie als Frischluft- und Kaltluftschneisen für eine bessere Luft in den Städte sorgen, meint der Initiativkreis. Außerdem dienen sie Tieren und Pflanzen als Lebensraum und werden zum Anbau regionaler Produkte gebraucht. Mit ihren gebündelten Kräften hoffen die Bürgerinitiativen, mehr Einfluss auf die Stadt- und Regionalentwicklung der Städte, Kreise und des Landes nehmen zu können.      

Stand: 05.12.2019, 19:02