Drogenberatungsstelle Düren: Immer mehr Menschen mediensüchtig

Ein Smartphone wird ausgeschaltet

Drogenberatungsstelle Düren: Immer mehr Menschen mediensüchtig

Fast 2.000 Menschen haben die Drogenberatungsstelle Düren-Jülich im vergangenen Jahr kontaktiert. Neu ist laut Jahresbericht die steigende Zahl mit einer Mediensucht.

Übermäßige Handynutzung kann zur Sucht führen. Viel dramatischer, laut Bericht, sind Rollenspiele im Internet bei denen die Spieler fast rund um die Uhr abtauchen und ihre Familie oder die Arbeit vernachlässigen. Die Bilanz wurde am Montagabend (19.11.2018) im Jülicher Sozialausschuss vorgestellt. Betroffen sind vor allem Männer jüngeren und mittleren Alters aus dem gesamten Kreis Düren.

Zu wenig Personal

Rund 200 Menschen mit Alkoholproblemen, sowie rund 300 Heroin- , bzw. ehemalige Heroinabhängige haben 2017 Hilfe gesucht. Die Beratungsstelle habe zu wenig Personal, um sich neben den Themen Drogen, Alkohol und Spielsucht sowie Prävention an Schulen mehr noch um das neue Thema Mediensucht zu kümmern, so die Verantwortlichen. Ob es in Zukunft dafür mehr Geld vom Land oder den Kommunen geben wird, bleibt abzuwarten.

Stand: 20.11.2018, 10:41