Neues Behandlungsverfahren bei Schlaganfall in Aachen

Screenshot aus dem Film Risikofaktoren für einen Schlaganfall"

Neues Behandlungsverfahren bei Schlaganfall in Aachen

Von Irene Geuer

Mediziner der Uniklinik Aachen haben ein neues Verfahren zur Behandlung von Schlaganfällen entwickelt. Dabei wird ein Kathetereingriff mit einer kurzen Operation kombiniert.

Das Neue an dem Verfahren ist, dass die Mediziner in einem Team aus Gefäßchirurgen und  Neurologen zusammenarbeiten. Die Chirurgen reparieren die Halsschlagader in einem offenen Eingriff, das Gerinnsel im Gehirn wird im gleichen Eingriff mit einem Katheter entfernt. Dabei geht es darum, so schnell wie möglich, die betroffene Hirnregion wieder mit Blut zu versorgen. In solchen Situationen, so die Uniklinik, zähle jede Minute. 

 „Das Verfahren haben auch schon andere Kliniken ausprobiert“, sagt Professor Martin Wiesmann von der Uniklinik Aachen. „Wir haben uns aber so organisiert, dass dieser kombinierte Eingriff rund um die Uhr, also zu jeder Zeit möglich ist.“ Studienergebnisse hätten den Erfolg der Methode bereits bestätigt.

In Deutschland erleiden jedes Jahr circa 250.000 Menschen einen Schlaganfall. Die Ursache bei 80 Prozent der Fälle ist nach Angaben der Uniklinik Aachen ein Blutgerinnsel, das eine Schlagader im Gehirn verschließt.

Stand: 22.02.2021, 10:43

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