Großeinsatz in Psychiatrie: Polizei verhindert Ausbruch verurteilter Straftäter

Großeinsatz in Psychiatrie: Polizei verhindert Ausbruch verurteilter Straftäter

  • Ausbruchsversuch aus Psychiatrie
  • Polizei mit SEK-Kräften im Einsatz
  • Ermittlungen gegen mehrere Patienten

Nach dem Polizei-Großeinsatz in der psychiatrischen Einrichtung in Bedburg-Hau ermittelt die Polizei gegen mehrere Patienten, wegen versuchter Gefangenenmeuterei, Sachbeschädigung und Beleidigung. Bei tumultartigen Auseinandersetzungen sollen sie am Sonntag (25.11.2018) Möbel zerstört und Gegenstände umhergeworfen haben, heißt es. "Alle von ihnen sind verurteilte Straftäter", sagte ein Polizeisprecher am Montag (26.11.2018).

Zuvor soll ein Mann in der Nacht zu Sonntag (25.11.2018) versucht haben, auszubrechen. Das Personal habe ihn stoppen können, als er die Gitterstäbe seines Fensters zersägt habe. Da nach ersten Ermittlungen mehrere Mitinsassen den Fluchtversuch gedeckt hatten, begann das Klinikpersonal am Sonntagnachmittag damit, die Männer auf andere Zimmer zu verteilen. Hierbei kam es zu den Ausschreitungen.

Einsatz dauerte sechs Stunden

Die Klinik-Mitarbeiter zogen sich zurück und informierten die Polizei, die auch mit SEK-Kräften anrückte. Die Beamten hätten ein Gebäude umstellt und dann mit den Personen im Gebäude Kontakt aufgenommen, die schließlich aufgaben. Laut Polizei war es für Außenstehende zu keinem Zeitpunkt gefährlich. Nach rund sechs Stunden war der Einsatz beendet. Der Klinikbetrieb geht inzwischen normal weiter.

Klinik behandelt psychisch Erkrankte

Die LVR-Klinik Bedburg-Hau ist eine Einrichtung zur Behandlung psychisch erkrankter Menschen. In der Klinik werden auch Patienten untergebracht, die eine Straftat begangen haben, zu dieser Zeit jedoch seelisch schwer erkrankt und deshalb vermindert schuldfähig oder schuldunfähig seien.

Stand: 26.11.2018, 17:33

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