Bayer baut noch mehr Stellen in Wuppertal ab

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Bayer baut noch mehr Stellen in Wuppertal ab

  • Bayer: Insgesamt 750 Arbeitsplätze fallen weg
  • Kürzungen treffen Wuppertal besonders hart
  • Keine betriebsbedingten Kündigungen bis 2025

Der Wuppertaler Bayer-Betriebsratsvorsitzende Michael Schmidt-Kießling ist schockiert. Nach der Betriebsversammlung am Donnerstag (06.12.2018) sprach er von einem Schlag ins Gesicht für die Kollegen. "Wir als Betriebsrat haben die Entscheidung nicht akzeptiert. Wir werden um jeden Arbeitsplatz kämpfen, und ich glaube, das wird eine harte Auseinandersetzung."

Weniger eigene Bayer-Forschung

Bayer wolle künftig vor allem fertige Produkte und ganze Firmen aufkaufen, weil man sich davon mehr verspreche als von der eigenen Forschung. "Ganz viel Know-how, ganz viel Innovation wird uns unwiederbringlich verloren gehen. Das Wissen aus diesem Unternehmen wandert ab", warnt der Betriebsratsvorsitzende.

Stellenabbau in den nächsten Jahren

Der Betriebsrat hatte der Konzernleitung die Zusicherung abgerungen, dass es bis zum Jahr 2025 keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll. Die Konzernleitung will die Arbeitsplätze in den nächsten drei Jahren abbauen.

Ein Fünftel der Stellen in Wuppertal fallen weg

Erst in der vergangenen Woche hatte die Konzernleitung angekündigt, 350 Stellen in der Produktion zu streichen. Eine eigentlich fertige Anlage zur Herstellung eines Bluter-Medikaments soll gar nicht erst in Betrieb gehen. Insgesamt würde damit jeder fünfte Arbeitsplatz bei Bayer in Wuppertal wegfallen.

Noch härter wird es den Bayer-Standort in Berlin treffen. Schmidt-Kießling geht davon aus, dass dort mehr als 600 Arbeitsplätze in der Forschung gestrichen werden.

Stand: 06.12.2018, 11:35